Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 8 (1911-1912)
- Issue
- Heft 7 (10.10.1911)
- Date
- 1911-10-10
- Page
- [Seite] (sequence 41)
- Language
- German
- Belongs to
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Der jüdische Student 221 Maccabaea* Von den beiden Ferienmonaten ist nicht allzuviel zu berichten. Das Vereinsleben litt sehr daran, daß von den wenigen Berliner Aktiven der Maccabaea ein Teil zum Kongreß oder anderwärts verreist war. Trotzdem fanden — wie in früheren Ferien gemeinsam mit dem V. J. St. Berlin — mit Ausnahme der Kongreßzeit regelmäßig Vereinsveranstaltungen, wie Keilkneipen, Ausflüge, Bierabende etc. statt. Besonders zu erwähnen ist ein Referat von A. H. Felix Rosenblüth über „Die politische Bedeutung des X. Kongresses". Die Keilarbeit, der Hauptgegenstand der Ferienarbeit, ist leider ebenfalls infolge des großen Mangels an Bundesbrüdern nicht auf der Höhe. Trotzdem können wir erfreulicherweise schon von neuem Nachwuchs berichten: stud. phil. Georg W o 11 s t e i n aus Berlin wurde in den A. C. aufgenommen. Wir hoffen bestimmt, daß die Bundesbrüder, die in die Maccabaea überwiesen sind, so zeitig als irgend möglich nach Berlin kommen, um sich der Keilarbeit zur Verfügung zu stellen. Semesterbeginn: Donnerstag, d. 12. X. 1911, 4. h. c. t. Cafe auf der Kneipe. Dienstag, d. 17. X. 1911, 8. h. s. t. Antrittskonvent. Personalia: Bbr. Ludwig Hirschbruch wurde vom E. R. wegen Verstoßes gegen die Disziplin zu 5 M. Geldstrafe verurteilt, Bbr. Jacob Jacobson in einer Contrahagenangelegenheit freigesprochen. 20. September Georg Loewenberg \ a. i. ❖ * Marburg. Wir erinnern die Kartellvereine, welche den vom Präsidium festgesetzten Mindestbeitrag von 30 Mk. zur Tilgung unserer Schulden noch nicht gezahlt haben, nochmals an dessen baldige Einsendung. Denn wir müssen jetzt bei unserem Weggang von Marburg die Schulden sofort begleichen. Das Gleiche gilt für unsere Alten Herren und Inaktiven; diese haben einen Mindestbeitrag von 10 Mk. zu zahlen. Falls wir nicht spätestens zehn Tage nach dem Erscheinen dieses Heftes im Besitze des Geldes sind, sind wir gezwungen, uns an das Präsidium zu wenden. Mit bundesbrüderlichem Gruß! Verein Jüdischer Studenten I.A.: Fritz Loebenstein X a. i. Marburg. Vom letzten Semestermonat wäre noch verschiedenes nachzutragen. Es dürfte ja heute im ganzen B. j. C. bekannt sein, welchen Ausgang die Pistolenaffäre Z a m o r y