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Der jüdische Student · 1911-09-20 · Heft 5-6 (20.9.1911) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
8 (1911-1912)
Issue
Heft 5-6 (20.9.1911)
Date
1911-09-20
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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Der jüdische Student 157 sondern die Ehre, die sie als Juden rein zu halten haben, ein kräftiges Wort mitzusprechen hat, das gehört zu unsern vornehmsten und ehrenvollsten Aufgaben an deutschen Universitäten: die Mensuren zwischen jüdischen Studenten müssen verschwinden, Wenn wir Juden, umgeben von einer durchweg antisemitischen Studentenschaft, uns vor den Augen dieser selben Leute bekämpfen, anstatt ihnen, die so einträchtig sind im Hasse gegen uns, doch wenigstens nun auch in unsern Reihen das Bild brüderlicher Eintracht zu zeigen, so ist das häßlich und recht blamabel für uns; das ganze Drum und Dran ist beschämend: man denke nur, wenn zwei Juden, um auf einander loszugehen, bei zwei antisemitischen Corporationen, die keinen Juden in ihren Reihen dulden, Waffenschutz nachsuchen müssen. Oder gar zwei sich mit den Waffen bekämpfende jüdische Corporationen, und die leicht daraus resultierende Konsequenz: gegenseitige Verrufserklärungen jüdischer Verbindungen an die Adresse der antisemitischen Studentenschaft, die als lachender Zuschauer im Parkett sitzt und fröhlich diesem für uns so unrühmlichen Schauspiel zusieht. Es ist uns ja erfreulicherweise schon oft gelungen, solche „jüdischen Mensuren" zu verhindern — gegen Bundesbrüder, die es durch ihre Schuld zu einer Contrahage mit jüdischen Studenten kommen lassen, muß natürlich mit größter Strenge vorgegangen werden — und wenn wir den Erfolg haben werden, diese häßliche Torheit einmal ganz aus dem akademischen Leben beseitigt zu haben, so werden wir auch hiermit ein gutes Stück jüdisch-studentischer Arbeit geleistet haben. Ueber die Herkunft und den sozialen Aufstieg der jüdischen Akademiker Von Dr. Arthur Pelz, Königsberg (Berlin A. H.) Ueber den Beruf, die soziale Stellung und insbesondere über die Hochschulbildung der Väter jüdischer Studierender gibt es in der Literatur keinerlei Angaben. In der „Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden",*) deren Genauigkeit und Viel- *) In der Folge abgekürzt „ZDStJ."

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