Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 8 (1911-1912)
- Issue
- Heft 2 (20.5.1911)
- Date
- 1911-05-20
- Page
- [Seite] (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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76 Der jüdische Student. die Beliebtheit, die man sich durch solche Stiftungen erwirbt, proportional abnimmt zu der Zeit, in welcher der andere auf das Geld warten muß. Und wenn selbst Mahnbriefe nichts nützen, fällt die Beliebtheit auf ein Minimum. Wir büten also doch höflichst um baldige Zahlung dieser Gelder, Es könnte sich sonst Abneigung entwickeln, und das ist doch unbundesbrüderlich. Unsere Chargen sind folgendermaßen besetzt: stud. iur. Paul Tiefenthal X cand. iur. Hugo Mendel XX F. M. K. W. stud. med. Alfred Lewin XXX F. W. S. W. Wissenschaftlicher Fuxmajor ist Ernst Lyon. Briefsendungen gehen weiter nach Wihelmstr. 50, Adresse des Schriftwarts; Geldsendungen an Mendel, Meckenheimerstr. 13. Dedikationen für unsere Kneipe (insbesondere Photographien) sind stets willkommen! Personalia: Die in den A.C. aufgenommenen Füxe sind: med. Max Ichenhäuser aus Cöln iur. Julius Löwenthal aus Coblenz med. Bruno Ostrowski aus Cöln phil. Hermann Wolf aus Amsterdam. Bbr. Katz bestand sein medizinisches Staatsexamen mit „gut". Bbr. Bbr. Klauber, Lyon, von Meyer erhielten Generaldispens. Bbr. Rosenthal wurde inaktiviert. 9. V. 11. Paul Tiefenthal. Posen. Zum Bericht Fritz Glasers in der vorigen Nummer über den Bezirks-Verband Posen, der geeignet ist, die Zionisten Posens und ihre Führer vor dem B, J. C. herabzusetzen, muß ich persönlich folgendes bemerken: Glaser spricht von „t a k t - und formlosemVorgehen" der Posener Zionisten, die als „Schreier und Stunkmacher" betrachtet werden, mit denen ich mich durchaus solidarisch erkläre. Er eignet sich damit lediglich die Argumente unserer Gegner an, die mangels besserer Gründe uns gesellschaftlich zu isolieren bemüht sind, weil wir ehrlich und rückhaltlos „aussprechen das, was ist" und nach Glasers beliebtem Ausdruck in die Eiterbeule hineinstechen. Alles, was von zionistischer Seite hier in aller Oeffentlichkeit unternommen wird, gilt von vornherein als persönlich beleidigend gegen die mächtige Assimilantencl que; alle Kränkungen, die vorn und hinten herum den Zionisten zugefügt werden, sind hingegen erlaubte Kampfmittel. Es mag im Eifer des Gefechts auch manchmal von zionistischer Seite verstoßen werden, c'est