Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 8 (1911-1912)
- Issue
- Heft 2 (20.5.1911)
- Date
- 1911-05-20
- Page
- [Seite] (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Der jüdische Student 65 München. Wir eröffneten das Semester mit einem Bestände von 10 i. a. B. i.a. B., 10 a. B. a. B. und 5 zweitsemestrigen Füxen. Fast alle Bbr. Bbr. kennen sich bereits vom vorigen Semester her, so daß ihr gedeihliches Zusammenarbeiten gesichert erscheint. Die Chargenwahlen hatten folgendes Ergebnis: iur. Walter Hirschfeld X und J. St.-Korrespondent iur. David Melamerson XX und F. W. ing. Fritz Lustig wird nach bestandenem Burschenexamen XXX und S. W. K. W. wurde Bbr. Thalmann, F. W. Bbr. Schön. Das Kontrafechten findet wie bisher auf der Kneipe statt, während die Anfänger bei einem Fechtmeister belegen. In den A. C. wurden aufgenommen: med Benno Rehfeld aus Königsberg, iur. Ludwig Ledermann aus Hildburghausen, iur. Emanuel Weil aus Buchau in Württemberg, med. Erich Moses aus Bromberg, med. Fritz Hirsch aus Bromberg. Außerdem erfolgten bis jetzt zwei weitere Aktivmeldungen. Das innere Vereinsleben setzte kräftig ein und wurde durch die Keilarbeit nicht allzusehr beeinträchtigt. A. H. Ambrunn hielt einen für Keilfüxe berechneten Vortrag über „Die historischen Grundlagen des jüdischen Studententums", Bbr. Brand sprach über „Judenpogrome und Selbstwehr." Der B. C. beschloß, daß ihm die J. St.-Berichte vor der Absendung vorzulegen sind. Bbr. Brand erhiglt bis Pfingsten Generaldi^pens. Bbr. Paul Cronheim wurde A H.iert. Bbr. Maaß bestand sein Doktorexamen magna cum laude und wurde A. H iert. Sein Fortgang von München bedeutet für uns einen schweren Verlust, über den er uns durch eine gemütliche Bowlenkneipe zu trösten versuchte Ein bleibendes Denkmal sei ihm an dieser Stelle in Gestalt eines Berichtes über die von ihm verwaltete Vereinskasse gesetzt. (Wir führen damit gleichzeitig einen bisher wenig beachteten K. T.-Beschluß aus.) Am 1. Mai d.J. hatte die Kasse weder Schulden noch ausstehende Rechnungen, dagegen 750 Mk. Außenstände, von denen mindestens 600 Mk. vollkommen sicher sind.