Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 8 (1911-1912)
- Issue
- Heft 1 (20.4.1911)
- Date
- 1911-04-20
- Page
- [Seite] (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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31 MITTEILUNGEN. Berlin. Von den Ferien ist wenig zu berichten. Der Zusammenschluß der Bbr. Bbr. ist naturgemäß ein weit größerer als der im Semester; erfreulicherweise fallen auch zeitwei-e die Schranken zwischen den einzelnen hiesigen K. V. K. V. Bringt doch die Keilarbeit die Notwendigkeit der Veranstaltung gemeinsamer Kneipen, Ausflüge etc. hervor. In der Keilarbeit besteht ja auch die Haupttätigkeit der Bbr. Bbr. in den Ferien. Wenn sich auch von unseren Keilfüxen bisher noch keiner aktiv gemeldet hat, so sind doch die Aussichten in dieser Beziehung für das nächste Semester durchaus nicht schlecht. Voraussetzung ist allerdings, daß im Anfang des Semesters und auch weiterhin nicht gebummelt wird. Der Grund dafür, daß sich bisher noch kein Keilfux aktiv meldete, liegt darin, daß in den einzelnen Semestern, speziell im vergangenen W. S., die Oberprimaner garnicht vorgekeilt wurden, auf Kneipen geschleppt etc. Es sind das durchaus keine neuen Iden, aber in die Praxis sind sie bisher noch nicht umgesetzt worden. Bedauerlicherweise ist auch ein großer Teil der hiesigen Aktivitas durch Physikumsarbeit in der Zeit etwas beschränkt. Hauptbedingung für Keilerfolg ist jedoch, daß die auswärtigen Bbr. Bbr. pünktlich am 22., Sonnabend, bereits in Berlin sind, damit sie mit der Erledigung ihrer Privatangelegenheiten bis Montag, den 24., fertig sind. Offizieller Semesterbeginn Sonnabend, den 22. 3. c. t. Cafe Monopol, abends gemütliches Beisammensein, siehe Anschlag Kneipe. Montag, 24., Antrittskonvente. Am 28. III. waren wir offiziell auf der Hochzeit von A. H. Isidor Zlocisti vertreten, besuchten auch den Purimball und die anderen jüdischen Veranstaltungen. Die Präsidialbüroarbeit beschäftigt einen großen Teil unserer jüngeren Bbr. Bbr., denen die Art der geordneten Tätigkeit im Dienste der Organisation durchaus förderlich ist. Zu lernen ist aus ihr auch für die Organisation der einzelnen Vereine vieles, wenn man sehen muß, wie viel Arbeit jetzt durch die Unordnung in den früheren Semestern mehr zu tun ist. Pflichtbewußtsein ist eben für den V. J. Ster Haupterfordernis. Wenn dieses bei den Bbr. Bbr. im nächsten Semester vorhanden sein wird, sind die Aussichten nicht schlecht. 10. IV. 11. Siegbert Nürnberg. Breslau: