Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 7 (1910-1911)
- Issue
- Heft 11 (20.2.1911)
- Date
- 1911-02-20
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/3537599-3537678-3537689--1772-3539882- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Oer jüdische Student. 2Q7 Die Statistik über die Beteiligung der V. J. Ster am N. F. i:; Jahre 1910 verfolgt den Zweck, auf Grund eines ausreichenden Materials zu prüfen, in welchem Verhältnis die von uns dem N. F. zugeführten Beträge zur Stärke und Zusammensetzung ces B. J. C. stehen und welche Lehren wir daraus für die Zukunft zu ziehen haben Was zunächst den der Statistik zugrunde liegenden Modus anbetrifft, so ist hervorzuheben, daß Schekel, Jahreslind Landesbeiträge sowie Spenden für den Organisationsfonds nicht inbegriffen sind. Unter Diversa sind die für Bezälel, Hebräisches Gymnasium, Pflanzungsverein und andere nicht direkt mit dem N. F. verbundene Institute gespendeten Summen zu verstehen. Die Teilung in Aktive und A. H. A. H. entspricht der in immatrikulierte und exmatrikulierte V. J. Ster. Es ist selbstverständlich, daß bei der Wertung der Ergebnisse eine Anzahl Fehlerquellen zu berücksichtigen sind. Hierbei kommt in Betracht, daß Summen, die unter dem Titel „Ortsgruppe..", „nach dem Vortrage des .„Stammtisch .." meist nicht auf die Beteiligung von V. J. Stern geprüft werden konnten. Oft wurde hierbei jedoch eine den Umständen angemessene Summe notiert. Die Summen, die durch Übersehen der Spenden einzelner V. J. Ster der Statistik verloren gegangen sind, sind unerheblich, und die Gesamtsumme aller Fehlerquellen dem Resultat mit etwa 250 Mark gutzuschreiben. Bei Sammlungen an Stammtischen, in den K. V. K. V., auf dem K. T. und bei B. V.-Tagungen hat Verfasser zwecks Verteilung auf Aktive und A. H. A. H. oft Schätzungen vornehmen müssen, dagegen konnte die 1000 Mark- Spende nach dem vorhandenen Material genau bearbeitet werden. Kommen wir nun zu der Würdigung des Jahresergebnisses von 6147.64 Mark, so ist zwar zuzugeben, daß diese Summe, die etwa einer Summe von 1 Mark pro Monat und V. J. Ster entsprechen würde, eine ganz erkleckliche ist (sie übertrifft das Jahresergebnis des K. Z. V. um 2700 Mark und beträgt etwa S° 0 der gesamten in derselben Zeit in Deutschland gespendeten Summe); aber relativ betrachtet unter Beachtung der besonderen Umstände des Jahres 1910 stellt sie sich nicht gerade als groß dar. Denn einerseits lagen zwei besondere Impulse vor, die Rosenkranzspende und die Buttermilchstiftung, die nicht als regelmäßige Eingänge zu betrachten sind und zusammen 1650 Mark ausmachten; andererseits lehrt die Lektüre der'N; F.¬ Ausweise, daß es nur verschwindend wenig (etwa 10) V. J. Ster sind, die durch regelmäßige und größere Spenden dem N. F. im Berichtsjahre etwa 1500 Mark zugeführt haben. Unter Abrechnung dieser Faktoren würde sich das Gesamtergebnis auf nicht mehr als 3000 Mark belaufen haben, und das ist eine der Bedeutung des B. J. C. für den Zionismus nicht im entferntesten gleichkommende Summe.