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Der jüdische Student · 1911-01-27 · Heft 10 (27.1.1911) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
7 (1910-1911)
Issue
Heft 10 (27.1.1911)
Date
1911-01-27
Page
[Seite] (sequence 21)
Language
German
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Der jßtfi>che Student.- dessen fixe Idee es eben war; seinem Keilen nur das Geld zu ■hinterlassen,- wenn er ledig bleiben wolle. Der Erfolg" dieses ■ . dreiaktigen Spiels' war ausserordentlich," der Applaus reichlich und ehrlich.- . Gab es dochrichtige -.'Schlager:;-wir. wollen in der Nachwelt nurdie .Erinnerung an das grosse Walzerlied, den 'Nigger- ' tanz- und vor allem die Arie „Rischon le Ziön1wach halten. — Durch dieses Opus, zustande gebracht von 4 .Bundesbrüdern, war dem ß. J. C. die weitere Gunst der Gäste gewönnein. — Nun begann der Tanz, der nur-noch, einmal durch eine.kurze Kaffeepause unterbrochen wurde; diese suchten wir statt durch mehr oder weniger langweilige Vorträge durch ein ungewöhnlich nettes - Arrangement der Tafeln : unddurch die . opulente . Aufmachung —- reichliche Mengen Kaffee, Theo und Schokolade nebst entsprechenden Qualitäten und Quantitäten Kuchen .— gehussreich zu gestalten. Unsere Damenspende war wTohl das zweckmässigste und sinnigste Geschenk, welches wir aufbringen konnten. Unser verehrter A. H/h. c. Hermann Struck hatte uns in liebenswürdiger Weise drei Bilder zur Verfügung gestellt, für deren Reproduktion er sogar selbst gesorgt hatte:" ein polnischer Jude, ein Talmudist und eine Landschaft bei Jaffa. Zu der Dankbarkeit, mit der unsere Damen diese Spende aufnahmen, komme auch an dieser Stelle noch einmal die unsrige hinzu, denn diese Dedikation wird auf Jahre hinaus eine wertvolle Erinnerung an den B. J. C. in vielen Häusern bilden. Die Stimmung steigerte sich von- Stunde zu Stunde. So mancher alter Herr, der sich vielleicht, nur verpflichtet gefühlt ■hatte, .„auch mal wieder in den Verein zu gehen",' gab seiner Freude über dieses Fest durch etliche Flaschen Sekt Ausdruck, wobei sich denn auch wirklich immer wieder ein Grund zum Trinken fand. Eine von A. H. Zwirn improvisierte. Sektkneipe in einem Nebensaal hielt zwar einen Teil der Gäste vom Tanz, nicht aber vom Vergnügtsein fern. So flutete das Leben bis 6 Uhr früh unter unserer Aegide; dann ging es noch in die nahelegenen Cafes, oder gar schon auf die Bahnhöfe, von wo mancher der . zahlreich herbeigeeilten auswärtigen Bundesbrüder Berlin zur Reise in die Heimat verliess. Das Präsidium, über .seine Meinung insbesondere hinsichtlich des Balles befragt, sagte: es war ein riskantes Experiment, das aber über Erwarten gut gelungen, ist. Es seien darum zum Schluss alle die noch einmal genannt, die nicht Zeit und Mühe und Strapazen scheuten,: um. dem B.J. C.-Fest zu einem glänzenden Verlauf und Erfolg zu verhelfen: Dr. Fritz Koref, Erich Herzberg, Dr. Selimar Berlowite, Dr. Siegfried Moses, Dr. Salli Hirsch, die Gebrüder Pick, Fritz Glaser, John Lissauer, der geplagte und immer noch unterstützungsbedürftige Kassenwart Alfred Adler, Robert Gidion. unsere Dichter,

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