Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 7 (1910-1911)
- Issue
- Heft 10 (27.1.1911)
- Date
- 1911-01-27
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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.1. Der K. T. ist der Ansicht, dass keine genügende Veranlassung vorliegt, den V. T. St. Marburg zu schliesserr.- :V 2: Der K. T. :beauftragt das Präsidium, - die Frage einer Grün-. * düng eines V. J. St. Meidelberg näher ins Auge zu fassen- und dieselbe evtl. in die Wege, zu leiten." . . ~, •'. In der S a t i s f a k t i o n svi r age' zog der V. J, St. Bonn seinen Antrag auf Einführung der unbedingten Satisfaktion zurück. nachdem Rosenkranz den Standpunkt des B. J.-C. dahin präzisiert hatte, dass wir heute unsere Mitglieder möglichst zum Satisfaktionsstandpunkt zu erziehen suchen, die Festlegung der unbedingten Satisfaktion aber aus praktischen und taktischen Gründen ablehnen, - Zur Organisation lagen diesmal nur wenige Anträge, vor, ein Beweis dafür, dass unsere Organisation sich im allgemeinen bewährt hat.v Als massgebende Prinzipien -wurden anerkannt, dass unsere Organisation eine möglichst " einfache sein soll, dass im B. J. C. möglichste Einheitlichkeit herrschen soll, aber keine 'Uniformierung, und dass- Gelegenheitsgesetze zu vermeiden sind; Der K. T. ging dementsprechend über den Antrag München, der denjenigen K. V. K. V., die zukZeit des K. T. nur über sieben; aktive und inaktive Burschen verfügen, nur eine Stimme _auf dem K. T« geben wollte, zur Tagesordnung über. Abgelehnt wurden die Anträge, die die A. H. Beiträge für den ganzen B. J. C. einheitlich regeln wollten, und der Antrag auf Schaffung einer gemeinsame!! Kassenordnung. ' - Der ^Präsjdialbeitrag wurde, zwar nicht '— wie von Bonn beantragt — auf 10 Mark, wohl aber-auf 4 Mark erhöht.- Trotz der Abneigung gegen .Gelegenheitsgesetze wurde beschlossen, dass in Zukunft mindestens der Antrag von einem Drittel der K;V. K.V. zur Einberufung eines -a.o. K. T„ erforderlich ist und dass zu dem Beschlüsse eines Convents," einen a. b. K. T. einzuberufen, Zweidriitel-Majorität nötig ist. Leitend war hierbei die Erwägung,. dass ausserordentliche K. T. nicht .nur mit erheblichen. Kosten verknüpft . sind, sondern dass sie auch, wie es sich besonders beim, letzten .a. o. K. T.- gezeigt hat, in der Regel unbefriedigend verlaufen. Da ihre Dauer im .allgemeinen auf einen Tag beschränkt ist, ist eine gegenseitige Verständigung und Aussprache nicht möglich, und es ist nur soviel Zeit, dass. jeder seine Rede hält und dann /nach seiner"vorgefassten -Meinung abstimmt. Ein a. o. K. T. soll daher nur in ganz ausserordentlichen Fällen stattfinden. . '