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Der jüdische Student · 1910-12-18 · Heft 9 (18.12.1910) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
7 (1910-1911)
Issue
Heft 9 (18.12.1910)
Date
1910-12-18
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
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Der jüdische Student. gepaukt wird. Ist der Geist tot. wird der Buchstabe hdxvndig ■ . (siehe- Antrag .Klauber!) . '-■ . - . . ' ' . Erüher bat man ■Zionismus und Naiionaljudeiiltiin als .0 nni dläge angesehen und. hat «sich bemüh!, statt; zu streiten; - eine leidliche Kenntnis 'der. jüdischen Geschichte," Literatur und. -de)* sozialen Vorhüliuisse der . Gegenwart sich -.anzueignen.- (.Der . wirkliehen wangeiddeichenden .AViss^m Schaft" wurdedabei noch kein , Haar gekrümmt, lieber Erich Cohn!) Keule ist man darüber er- , haben, freut sich der Ignoranz in jüdischen Dingen und siebt den Zionismus"-als ,,'lelzies und höchstes Ziel dej- .Enhvicke.lung eines V. J. SEversu au. (JASL 'S. 179.) ' ' % " 7 Es ist charakteristisch, dass: .Sirassburg — vielleicht herrscht, dort noch stärker der alte. Geis! — dass das Strassburg, welches gegen die Zionisierung des B. J. C>._ imftritt, gleichzeitig allein Euxen-Kompendiuni und /Arbeitsplan vermisst. Und . mir scheint es kein Zufall, dass Strassburg jetzt so vorxügli che. Keil erfolge hat, während im übrigen B. J. C. die Sterilität zunimmt. Kämpft für Euere Reform-Ideen in Euren Vereinen und mit Eurer Persönlichkeit! Wer hindert Euch, Mensuren zu schlagen, wer verwehrt's' Euch, in den V. J. St.'en Scheke'l. zu sammeln und Palästina-Vorträge zu halten,, soviel Ihr nur Lust habt? Aber kämpft nicht mit Zahlen mehrheiteu. und mit .Resolutionen und Paragraphen — wir sind ja keine Masse und keine. Partei! —- sondern werbt diePersönlichkeiten Eurer.Buiidesbrüder für Euere Ideen! .:. .- . ■ . Mir ist nicht davor, bange, dass "der kommende K. T. -Dummheiten machen wird. ' Aber es geht nicht an, dass-der B. J. C. seine beste Kraft jlarin verpufft, - dass dieeinen von uns dumme Streiche aushecken und die anderen sich gewaltig' anstrengen, um ihre Ausführung zu vereiteln. Soll das auf die Dauer so* weiter gehen? Ich will Euch zum Schluss eine Geschichte erzählen. ' . Ein junger Jude und eine junge Jüdin liebten, heirateten ■einander und. ihrer Ehe entspross ein hübscher strammer Bengel. Und die Mutter nährte ihn sieben Tage mit ihrer Brust, und er gedieh vortrefflich. Am achten Tage aber Hess ihn sein Vater beschneiden, und * es ward aus einem [leiden ein Judenkind. End jetzt musste das Kind einen Namen haben. Papa wollte es Zidkijahu •nennen:' Maina aber war für Isidor. .Dieser Name, meinte sie, sei. jüdisch genug und hübsch dazu. Und sie stritten, drei Tage und ..drei- Nächte,. bis die Mutter nachgab'. Inzwischen war der kleine Zidkijahu ohne Milch verhungert.-' ■ Wenn ■ Ihrwollt, ist es nur ein Märchen! - Gottlieb. Nach!»einerkung von Erich Cohn. Es .ist nicht-ganz einfach, 'auf 0 Ott Ii eh's Artikel etwaszu entgegnen; denn mir dem Geist der schneidigen Leichrfenigkeit werden

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