Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 7 (1910-1911)
- Issue
- Heft 6 (21.9.1910)
- Date
- 1910-09-21
- Page
- [Seite] (sequence 17)
- Language
- German
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Der jüdische Student. 165 •also, wohl .unbewußt, dasselbe, was sie den . Gegnern, vorwarfen: hiellen die Vorsieh! für den besseren Teil der Tapferkeit. Und wie die Resohitionisten den Zeitpunkt ' zur offenen Darlegung unseres zionistischen Standpunktes für noch nicht gekommen erachteten/ so wollten die Gegner, wohl auch unbewussu nicht , die - alte Halbheit gegen eine neue eintauschen. Daher iimssie;die; Resolution fallen, das Problem aber wird, wenn die :Z(*rt'. ge- : "kommeil ist und wir alle den nötigen Freimut haben1, eine radikalere. Lösung erfahren. Nach dieser kleinen Abschweifung auf „das andere . Tendenzgebiek' zu . unserem Thema zurück. : Es galt mir-nur festzustellen, dass wir uns im B. J. C. daran - gewöhnt haben, stets nach Zweckmässigkeitsgründen . zu eilt-. . scheiden, was ja in. manchen Fällen - ganz gut und scMin, i n -. . v o r I i e g e n d e m. F a 1 I e aber, m. E., d uro h a u s u -n a n*-; g e b rächt i s t. Wenn ich also die Einführung der öbligato-;risclien Satisfaktion .empfehle, so mass ich .nunmehr,; frotz'mel.nes Sträubens, hier die eventuellenguten und bösen Folgen' eines solchen Beschlusses Revue •' passieren .lassen, .und dann -die einzelnen Bundesbrüder bitten, siegegeneinander abzuwägen und" sich, dann erst zu dem — wahrscheinlich ganz folgenlösen — %>S eh ritte, zu .enischli essen. Zunächst zur. Begründung meiner Kam- . pagne. noch folgendes: Wir haben die studentische- Satisfaktion von den deutschen Korporationen übernommen, um mit ihnen, . wenn es :zu"Händeln, komm!, -in ihrer Sprache reden zu können". Wenn wir nun diese rein studentische'. Institution' durch-Betonung '•.-..-ihrer', erzieherischen Wirkungen,; durch Beifügung einer spezifisch jüdischen Erklärung, allmählich den; anfangs widerstrebendön " r V. J. St.'ern beigebracht haben, so müss.te es uns doch eigentlichfreuen, -unseren nun- Gott sei Dank erreichten "Standpunkt . den ■ einzig dafür in Betracht kommenden Kreisen, , den anderen siu- :dennschenKorporationen, mitzuteilen. Ich will hier nicht die alten Binsenwahrheiten wled?rholen, wie durch diese Massnahme "unser. Selbstbewußtsein gestärkt, unser Ansehen gehoben würde, will - nicht darauf eingehen, welche Ff lichten wir als jüdischstudentische .Korporation der gesamten .Studentenschaft gegenüber ■ auf uns. genommen haben. Und wenn wir" auch sonst auf deren Urteil,; speziell auf das des K. C., nicht .viel geben (zwar; oft . mit Unrecht), so musste" es doch jeden korporativ empfindenden V. J. St.'er scbaierzlich berühren,, wenn der K. C. vor weitesten •". jüdischen Kreisen behaupten konnte, '.,,er könne Händel mit; Mitgliedern von Vereinen; die nicht unbedingte Sa•• isi aktion; geben-,, keineswegs als etwas Erspriessliches und .Rühmliches hei rächten^ .'•. (Hamb. Isr. Familienblatt.) Und 'nun endlich zu den iurcht- . baren Folgen: Es konnten vielleicht . einige; Gegner der Saüs-; fäktioiü >Orthodoxe oder Elsässer; höre ich wieder, rufen,■'.-nicht; : ■ mehr .^mitmachen - wollen, Ut dies in - der Tal .-•zu, befürchtend; Nein! Wie ich vorhin. schon, 'zeigte, ..sind '.beide" Gruppen,- .'was' diesen Punkt betrifft -nur* ein .. wenig ."in der .Eii-hvicklung-; zum