Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 7 (1910-1911)
- Issue
- Heft 6 (21.9.1910)
- Date
- 1910-09-21
- Page
- [Seite] (sequence 16)
- Language
- German
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\fii Der jüdische Student. und dies -doch wohl hauptsächlich, um gegebenen Falles antreten zu können: alle V. J. St/en haben . eigene schwere Waffen angemeldet, und, so impiieite — manche."'V. J. St.'cn obendrein explicitc.— die Satisfaktion der Korporation als solche festgesetzt. Auch die Stellungnahme der einzelnen V. J. St.'er hat sich natürlich sehr verändert seit jener Zeit — 1007 — wo im -3:" St. die Kontroversen Da.nziger — Steinberg über die Einführung des offiziellen Fechtens -.ausge fochten, pardqn. —" ausgetragen . wurden. Die /kompakte Majorilät der aktiven Binidesbrüder (und. auf sie kommt es ja bei dieser Frage wohl ausseht!esslich an) gibt heute Satisfaktion, weil eben unsere Erzieher auch hierin zielbewusster und energischer zu arbeiten verstanden, als ihre Vorgänger. . Es ist heute nicht, mehr nötig, über-Wert oder Unwert der studentischen Genugtuung für den V. J. St.er zu sprechen; hierüber sind die Akten bei uns bereits. geschlossen; innerhalb der Kartellvereine wird nicht "mehr für und gegen-d i s ku ti er t , sondern es wird dazu e r z o g e n. Und doch gibt es bei uns noch einige Bündesbrüder, an denen diese und ähnliche Erziehungsversuche abprallen; hierher sind, nach der Ansicht weiterer B. J. C.'er- Kreise, besonders die orthodoxen und die elsässischen Bundesbrüder zu rechnen. Diese Ansicht bedarf aber insofern" einer Richtigstellunge als ja audi bei diesen Gruppen, zwar etwas 'langsamer als. bei dem Gros/ der Satisfaktionsstaiidpuiilit sich 'änderte oder noch in der Aenderung begriffen ist; viele von diesen dürften heute wohl' soweit sein, zwar im. Prinzip keine Satisfaktion zu geben, im Ernstfälle aber — anzutreten. . (Nach der Auffassung eines massgebenden Buudesbruclers geben wir ja alle nicht Satisfaktion, sondern treten „hur"; an. ' Auifassimgssache!) Dies genügt wohl, um darzutun, dass der eingangs, erwähnte Grundsatz des „laisser faire4' schon längst seine Giltigkeit verloren hat." Ist es nun möglich oder notwendig, dieser Veränderung Rechnung zu tragen, d. h. können wir den kleinen Schritt von der internen Feststellung zur offiziellen Festlegung unseres heutigen Satisfaktionsstandpunktes wägen? Einer Statuierung der u n b e d i n g t e n S.ati s - f a k t i o n-'T Tfr d e n B. J. C. s o 11 e n d i ose Zeil e n das Wort reden. . ■ ■ ■ •; Wollte ich nun den B. J. C. auffordern, unserer derzeitigen „klaren Unklarheit" in der Satisfaktionsfrage. durch einen freimütigen offenen Kartellbeschluss (nicht'durch■■■eine interne Resolution), rase h- und o h n e v i e 1 F e d e r 1 .e s o n s ein Ende zu machen, so müsste ich den- B. J. C. schlecht kennen, so müsste ich nicht" wissen/ dass wir trotz. unseres aligemeinen Drängens nach Klarheit : den. Mut des offenen Bekennens noch nicht -besitzen. So war auch die Resolution des Breshmer -Karielltages keine TfetdcHihafligkeit, bedeutete keine endgültige Beseitigung des Gunmuparagrapheh.: Auch die -Verteidiger der Resolution wollten das g a n z „grosse Risiko" nicht auf sich nehmen, taten