Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 7 (1910-1911)
- Issue
- Heft 4 (27.7.1910)
- Date
- 1910-07-27
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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D c r j ii d i s c h e 'S t u d e: t hafügkeU sich mit ihren Vereinen und damit mit dem B. J. C. überhaupt fester verhumien fülüen. ,. ■'■>'■ Die zweite grundsätzliche- Forderung ist die, das* jeder V. J. St.er einmalin Berlin studiert und einem der dortigen V. J. -St.en angehört habe.. Abgesehen davon, wie wertvoll an sich schon für jeden die Keunüüs Berlins ist — auch das mu-ss, gegenüber einer bei vielen' 13'.;'i. (kern aus dem Reiche_ verbreiteten' .Scheu vor Berlin, die der '-Assimilation an deutsches -Empfinden; ihr Dasein verdankt, -betont werden— erscheint diese Forderung im Interesse der jü::hsch;n'Ausbddtaig der. Bbr., berechtigt. Es ist tmbe-' streitbar., dass. die. stärksten Impulse des jüdischen -.Lebens in Deutsch- '' ' Iand von Berlin ausgehen. Hier' ist Sitz, und Mittelpunkt ' fast .aller bedeutenden jüdischen Organisationen, die wissenschaftlichen; und' politischen, Bestrebungen und Leistungen der deutschen Juden' kann man hier' wie nirgends sonst kennen r lernen, und es bietet sich hier für die Bbr. die beste Gelegenheit,- sich in angemessen ein Umfange daran aktiv zu beteiligen. Die V. J... St.en vermögen gerade in Ber'in eine einzigartige Exklusivität des V. J. St.er-Lebens chirchzuführen und dadurch 'die Bbr. eine' Zeitlang fast' ausschliesslich jüdischem Eüifjuss zu unterwerfen. Es braucht' nicht gesagt zu werden, wie wertvoll -in jedeiv Beziehung die hierdurch zu erzielende Einseitigkeit ist. Schliesslich wird auch die Bekanntschaft "mit den massgebenden Berliner Alten Herren und mit der Tätigkeit des Präsidiums für alle Bbr. .erwünscht und wünschenswert sein.' .'. " - - Beide- Prinzipien zusammen dürften .den für den B. JV. C: richtigen Weg gleichzeitiger Zentralisation der Kartellbestrebiui-r gen ■ und Verselbstäudigimg der einzelnen Kartell vereine ergeben. Eine so weit gehende Freiheit der einzelnen Korporationen, wie. sie der K. C. .'aufweist, wäre für uns ein Unding, da. wir, im Dienste -eines einheitlichem grossen-. Gedankens stehend, '..des euer-.', gischen Zusammenschlusses aller unserer Kräfte bedürfen. Andererseits garantiert gerade* auch ein nicht zu weit getriebener Vereinsegoismus eine .lebendige und wertvolle r Konkurrenz im Inneren.; . *-■-;'..' ■'-'■..-• -. : Erich Cohn. - ' . ' E i n K o n fl i k t. m i t .d e in K. Z. V. ' Der. Bruch mit dem K. C, denwir vor kurzem vollzogen haben, bedeutete lediglich, „die endgültige äussere Trennung, von Leuten, die uns stets fern, gestanden' hatten/ Von weit einschiteidehder-er Bedeutung für uns selbst und - für das jüdisch-akademische Leben.überhaupt istes, dass jetzt ausserordentlich ernste.Differenzen zwischen uns - V. J. Stern und ,unseren bisherigen Waffenbrüdern und. Bundesgenossen, den. K.' Z. -V.ern, entstanden sind. Wie man