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Der jüdische Student · 1910-06-21 · Heft 2-3 (21.6.1910) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
7 (1910-1911)
Issue
Heft 2-3 (21.6.1910)
Date
1910-06-21
Page
[Seite] (sequence 41)
Language
German
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'V '• Der jüdische Student. 81 solchen Antrag nicht erwarteten» war es nötig, die Delegierten nach ihrer Stellung zur Tendenzfrage zu wählen. Quod di in melius vertanl! 4. V. 10. Oscar Nathan. Bericht der RuueraMeilung. Nach mehr denn "Jahresfrist so:U Ihr wieder einmal etwas von der RuderableilLng hören. Sonst ist es im B. J. C. leider meist so, dass nur diejenigen von sich hören lassen, denen es schlecht geht. Deshalb will ich jeder dahin zielenden Befürchtung gleich die Spi:ze abbrachen, indem ich Euch mitteile, dass es unserer R. A.' im allgemeinen recht gut "geht. *• Wir eröiineten das Semester mit einer Aktivitas von 20 Mann. Das Wort „AkiiviL.s" ist ganz angebracht, da es. im -Wesen der Ruderei hegt, dass dns Aklivsein in der R. A. sich weit über den Zeitpunkt hinaus erstreckt, in dem man im K. V. zum A, H. wird, per Antrlttskouvent nahm die neuen Feixe auf und,-wählte zu Chargieren Reil' Jacobi X, Erich Kretschmer XX- Das prachtvolle Welter der letzten Wochen begünstigte unser Rudern sehr. . Die Mannschaft,, die im letzten Winter eingetreten war und bisher nur im „H.is.en" trainiert halte, kam in die Boote, und die krassen Füchse taten auch ihr Möglichstes, um über die notwendige ers!e Zeit des „Reisst' an, Zieht durch, Hände weg4* -hinwegzukommen. So kennten auch die „Junior en~ bald unter der Führung unserer bewährten Alt-Mannschaft die ersten Toiirenfahrten unternehmen, die stets mit Zeltaufschlagen und Abkochen an irgend einem --hübschen Waidstrand, mit höchst ungenierten Schwimm- und Sonnenbädern einen Körper und Geist erfrischenden, schönen- Verlauf nehmen. - Natürlich ist dem SpoiX mit den Tourenfahrten allein nicht gedient. Jeden Mittwoch abend wird draussen in Grünau im Kasten und Riemenzweier nach allen Regeln der Kunst trainiert, JJebrigens verlaufen auch diese Uebungsabende gemütlich und fröhlich. Nicht wenig tiv-gt es da zum Entstehen einer arbeitsfreudigen, heiteren Stimmung bei, wenn wir "unsere Alten Herren, z. B. den Chefredakteur unseres J. St., im Ruderhemd und blauen Racehöschen wie die jüngsten Ruderlüxe im Kasten ziehen sehen. Das grosse Reinemachen und eine Kneipe im „Jachtklub41, bei der -zahllose grosse W'eisse »mit-* vertilgt werden, beschjiesst meist den Abend. Mittwochs üben wir mit der Ruderriege des Jüdischen Jugendbandes (J. J. B.) zusammen, mit dem wir auch einen gemeinsamen, für unsere gesteigerten Bedürfnisse längst nicht mehr ausreichenden Bootsschuppen bewohnen. Diese Ruderriege ist ' zur Zeit gerade 1 Jehr alt, hat uns aber infolge tatkräftiger .Unterstützung aus Jugendbundskreisen inbezug auf Bootsmaterial schon weit überflügelt, indem sie 3 Vierer und 1 Sechser be-

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