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Der jüdische Student · 1910-03-24 · Heft 11-12 (24.3.1910) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
6 (1909-1910)
Issue
Heft 11-12 (24.3.1910)
Date
1910-03-24
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Der jüdische Student in ihrem Verhältnis zur V. J. K. freie Hand gelassen habe. Die Ansichten des K- T. verdichteten sich zu drei Resolutionen, von denen die' eine dem Präsidium die Unzufriedenheit, eilt andere die Anerkennung des K.-T. aussprach, während die dritkdie einzelnen Geschäfte der Präsidiums teils gut Hilfsaktion freiburg, Gründung des Arbeitsanus, teils sclilecht zensieren wollte. Alle drei Resolutionen wurden abgelehnt, da keine eine a'bsdlae Majorität hinter sich hatte. Auch von den einzelnen Kartcllvereinen wurden Berichte erstattet, und auch an diese schlössen sich teilweise kbhafte Debatten an. Bei der Besprechung über den Berliner Verrein wurde die lebhaftere Beteiligung der alten Herren hervorgehoben und auch ein allgemeiner Aufschwung im jüdischen Leben Benins konstatiert, der zum Teil unseren alten Herren, insbesondere Zvvini, zu danken ist-. An Zwirn und ebenso an den Bundcspräsiden Rosenkranz wurden im Anschluss hieran Begrüssungstelegramrae abgesandt. Dein K. V. Marburg wurde eine verschärfte Rüge erteilt, weil er sich trotz der erstmaligen Zurückweisung nochmals um Aufnahme in den dortigen Studentenausschuss beworben und dadurch den V. J. St. kompromittiert habe und weil er sich vor einem so wichtigen Schritt nicht mi< dem Präsidium in Verbindung gesetzt habe. Sehr schlecht ist die Lage C h a r I o 11 e n& u r g s infolge der ganz geringen Zahl reichsdeutsciier jüdischer Studierender au der dortigen Mockschuic. Dem Vorschlage einiger Delegierten. Charlottenburg aufzulösen, widersprach der K.-T. emschieden, doch hielt er es für gut. wemi der Charlottenburger Weh, sich möglichst an die Berliner Vereine anschüesse, wie es auch bisher schon geschehen ist. Fr ühciiicss die Regelung dieser Frage im übrigen dem Präsidiinn und den Berliner Vereinen. Zu den Belichten der übrigen Vereine ist kaum etwas Erwähnenswerte* bemerkt worden. Ganz allgemein war der Wunsch nach UeberwetHarigen für das nächste Semester. Ausser den allgemeinen Berichren wurden seitens des Präsidiums und der Vereine Kassenberichte erstattet, die relativ günstig lauteten. Von den vielen Anträgen organisatorischer Natur können hier nur die wichtigsten Frwähnung finden. An erster Stelle sei bemerkt, dass der V. iL St. Bonn definitiv in den B. J. C. aufgenommen ist. Fin Teil der Delegierten hatte zunächst formelle Bedenken; da es sich aber zeigte, dass die formelle Seite der Frage zum mindesten streitig sei, setzte sich der K.-T. über diese Bedenken hinweg, vor allem in der Erwägung, dass ein Aufgeben des V. J. St. Bonn doch nicht mthr angängig sei, zumal im Hinblick auf den bevorstehenden Kamp? mit dem K. C. Wie jeder der letzten Kartelltage beschäftigte sich auch der diesmalige mit der Frage des Fuxenkompendiums. Nachdem der in die- 253

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