Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 6 (1909-1910)
- Issue
- Heft 11-12 (24.3.1910)
- Date
- 1910-03-24
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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/>% r\ O'PTI^aflf iUfei öuuMyud ^llikaöiii fllonatofchift fco* Sunbea Jübifcbev (EorpoiVitimeu 6. Jubr^. Scriin, 24. Ütävs J0!0. Slo. n'H, Der IX. Kurtclitag. Der ,9. Kartelltag, der vom 6.—10. Februar in Breslau stattfand, dürfte wohl zu den bedeutendsten Kartelitagen des B..J. C. gehören, denn es wurden eine Reihe von Beschlüssen gefasst, die von der weitgehendsten Bedeutung für den B. J. C. werden können. Fast alle diese Beschlüsse aber werden von einein einheitliche! Grundgedanken beherrscht, nämlich der Schaffung eines Arbeitsprogrammes und von Arbeitsmöglichkeiten für den J. C. und aäe B. J. C.e'r, insbesondere die Alten Herren. Bei der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit und bei der mangelhaften Vorbereitung,, mit der man im allgemeinen zum K--T. gekommen war —: der K- V. München machte eine rühmliche Ausnahme — konnte der K.-T. diese grosse Aufgabe natürlich nicht völlig erledigen. Es wurde daiier einstimmig ein Antrag Banziger angenommen, der dahin geht: Der K.-T. erkennt, dass das Kartellstatut des B. J. C. einer ausführlichen programmatischen Erklärung bedarf. Die Grundlage dieser Erklärung, die als Arbeitsprogramm gedacht wird, ist die, dass die Arbeit des B. J. C. dem Zionismus zu dienen hat. Der K.-T. wählt zur Ausarbeitung dieses Arbeitsprogramms eine Kommission, die den Entwurf dem Präsidiui:i zustellt. Das Arbeitsprogramm hat dem nächsten K.-T. vorzuliegen. Als Kommission wurden gewählt: Roscnblüth, Danzigcr, Siegfr. Moses, Eric! Cohn. Die Richtungslinien aber für dieses „Arbeitsprogramm" hat der K--T. schon selbst gewiesen. Und hier muss vor alem die Resolution der Makkabaca erwähnt werden, die als Gradlage für alle Arbeit zunächst folgende ,,authentische Interpretation1' des B. J. C- Programmes gibt: Es ist Aufgabe des B. J. C, geschlossene Persönlichkeiten _ zu erziehen, die bereit sind, als A. H. A. ti. den Kampf für die Zukunft des jüdischen Volkes zu führen. Es Ist deshalb notwendig, dass die K. V. K. V. auf die zionistische E n t w i c k - hing ihrer Mitglieder bei Burschungen, Inakfeierungen, Ernennungen zum A. H. entscheidendes Gewicht kgen. Ueber diese Resolution wird sich ja zweifellos eke überaus lebhafte Debatte im J. St. entspinnen, im Rahmen dieses Berichtes können nur die folgenden wenigen Bemerkungen Platz finden. Vor' allem ist durch die Annahme dieser Resolution keine Tendenzverän-