Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 6 (1909-1910)
- Issue
- Heft 7 (21.10.1909)
- Date
- 1909-10-21
- Page
- [Seite] (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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1 TS Der jüdische Student. « 2 Zimmern und 1 Kammer nebst zugehöriger Einrichtung. Letzteres ist uns sehr erwünscht, da wir einerseits noch lange nicht die Mittel beisammen haben, um uns entsprechend einzurichten, - und andererseits für unsere Entwicklung einer Wohnung notwendig bedürfen. Naturlich sind die finanziellen Anforderungen, welche an uns herantreten, bedeutend grösser als früher, doch sind wir überzeugt, dass wir ihnen gerecht werden können.. Dazu ist allerdings nötig, dass der grössere Teil unserer A. IL A. IL sowie ein Teil unserer auswärtigen 1. A. B. I. A. B. ihren Verpflichtungen dem Verein gegenüber mehr als bisher nachkommen. Es ist eine Schande, es zu sagen, aber von unseren \Yi A. IL A. iL haben im letzten Semester volle 8 ihien Seniesterbeitrag von M. ö.— entrichtet. Die übrigen Hessen einfach nichts \on sich hören. Es zeugt dies von einem zweifellosen Mangel an Pflichtgefühl, l'nter diesen Umstanden ist es auch erklärlich, dass die Aktivifas ihren A.II. A.II, eine gewisse Gleichgültigkeit entgegenbringt, denn sie sagt sich: Ein A. IL, cVer für seinen Verein nicht einmal M. f>.— im Semester übrig hat, für den können auch wir nichts übrig haben. Was hier von den A. H. A. IL gesagt ist, gilt auch für einen Teil der L A. B. L A. B. An Euch liegt es also, ob wir in der Lage sein werden, die Wohnung zu halten und ein gedeihliches Vereinsleben herbeizuführen, an dem Ihr doch schliesslich auch Interesse habt, oder ob wir infolge von Zahlungsschwierigkeiten an der freien Entfaltung unserer Krarte gehindert sein werden. — Wir erwarten, dass unsere A. IL A. IL zu Beginn des Semesters, d. h. bis spätestens 1:0. November, ihre Semesterbeitrage einsenden. Im übrigen fordern wir alle auswärtigen Bbr. Bbr., die an den Verein noch Schulden haben, auf. diese möglichst bald abzuzahlen, da wir beschlossen haben, mit grösster Strenge gegen unsere Schuldner v u rz ug eben. ~. X. Ü'.L M a r t i n K u p f e r. 3Iaecabaea. Ferien in Berlin'. L'nter normalen Umständen wäre ich versucht, bei diesen Worten recht herzhaft zu gähneny und wenn es wahr ist, dass die Langeweile unserer Umgebung unser Gähnen reizt, so muss ich es auch dieses Mal immer tun, wenn ich meine lieben Bbr. Bbr. beobachte, die grösstenteils noch immer an der Quartaneranschauung schlucken, dass Ferien mit dem französischen „faire rienK zusammenhängt und nicht viel sinniger seinen ethymologischen Ursprung in dem lateinischen „ferus* haben könnte, da es ihnen wie häufig so auch dieses Mal rein zum „wild14 werden ist. Aber Scherz ä part. Berliner Ferien! Die Ungunst der lokalen Verhältnisse (fast jeder anwesende Bbr. beherrscht ein Quartier Berlins oder Charlottenburgs für sich!), die ein häufigeres Zusammenkommen in grösserer Anzahl sehr schwer macht, ist recht geeignet, öde Monotonie in das während des Semesters doch