Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 6 (1909-1910)
- Issue
- Heft 7 (21.10.1909)
- Date
- 1909-10-21
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
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Iti4 Bezirksverbiinfle. Von Felix Rosen b \ ii t h (V. J. Sc. Berlin und Maccabaea A. H.) Auf Wunsch dci Redaktion will ich mein : Ansicht über die- Beziidcsverban dsfrage darlegen. Der Gedanke der Bezirksverbände ist gesund. Diese neue Organisation^fonn ist technisch einfach und natürlich. Sie bereichert das Nebenoinanderleben zahlreicher Bundesbi üder um eine korporative Idee. Sie ermöglicht, eine organisierte Keilarbeit. Sie macht, dass die Jüngeren, Bindeglieder der alten und neuen Generationen, wirksam postiert werden. Der B. J. C. wird von gut geleiteten Bezirksverhänden einigen Voiteil haben. Da.^s schlecht geleitete Bezirksverbände überflüssig sind, beduiue keines Beweises. Ueber „die Zukunft des B. J. C.w entscheidet bekanntlich die Tüchtigkeit der B. J. (.'.-er, nicht diese oder jene Organ i-atioiuform. Der Bezirk>verband schlieft den Altherienbuml nicht an<. Diesem bleibt jedenfalls (he wichtige Aufgabe der organisierten finanziellen Unterstützung seiner Korporation «Regelmäßige Geldbeiträge zum BezirksVerband sind nicht notwendig;. Da>s der Altherrenbund den inner-u Zusammenhang zwischen örtlich getrennten Alten Herren entfernter Generationen fördern wird, ist eine unnatürliche Annahme. Ebenso sin I schriftliche Beratungen keine ausfüllende und fruchtbare Beschäftigung. Kinen Ahherrenbund im besseren Sinn»* werden allenfalls tüchtige Korpoiatioimn in dem Ringe oder den Ringen ortsanwesender Alter Herren besitzen. Derentwegen <ued vwgtm der finanziellen I nter>tützuug kann sieh die Organisierung von Altherrenv^i bänden aber durchaus verlohnen. Wenn übrig.-uin Zukunft d;s Int ues^' der «»rUfernen Alten Herren am Althenenbund wail^en wir«], so wird es nicht zuletzt daran liegen, da-.- sie die glrdt-hzeitige Zug*d\«'e-igkeit zum Bezirksverband am Kin>chUfen und Vergessen hindert. Innnerhin kann man es den Korporationen nirht verdenken, wenn sie auf Grund »hubisherigen Erfahrungen auf den Altherrenbund ganz verzichten. Weil dieses sicher vielfach geschehen wird und aus anderen - selbstverständlichen — Gründen eignet sich der Altherrenbund nicht zur allgemeinen Vertretung der Alten Herren dem Kartell gegenüber. Der Altherrenbund nt keine Organisation des Kartells wie der Bezirks verband. Er ist Privatangelegenheit d» r Korporation. Die Bezuksverbäade müssen das Recht haben -nicht die Pflicht), Delegierte init beratender Stimme auf den Kartelltag zu entsenden, die nur in Tendeuzfragen und in eigenen Angelegenheiten Stimmrecht erhalten. Ob ein Gegenstand „Tendenzfrage" ist, wird im Zweifel durch übereinstimmende Mehrheitsbeschlüsse des Präsidiums und der Vereinsdelegierten festgestellt. Alle anderen Bezirksverbandsplane Nathans auf dem Gebiete der Kartellorganisation sind unpraktische, schlecht und doktrinär konstruierte Mühseligkeiten. Was soll — von dem Zentralauss<diu^s