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Der jüdische Student · 1909-08-24 · Heft 5 (24.8.1909) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
6 (1909-1910)
Issue
Heft 5 (24.8.1909)
Date
1909-08-24
Page
[Seite] (sequence 20)
Language
German
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124 wird in kurzem ein Expose in dieser Angelegenheit zugehen. Ausserdem wurden die A. IT. A. H. Biram und Siegfried Moses beauftragt, in den Ferien grössere Vortrage für das kommende Semester zu besorgen, die am schwarzen Brett angezeigt werden sollen, und auch sonst das Semester in jüdischer Beziehung vorzubereiten. Wir erhoffen dadurch den Anfang für einen neuen Aufschwung. Zu Ferienchargierten wurden gewählt: cand. med. Leopold Schutz X N.W. 23. Flensburgerstr. 22/1, cand. med. Theoder Katz XX. stud. med. Lissauer XXX, cand. med. dent. Hugo Wagenheim K. W., N. W. 23. Flensburgerstr. 12," III. Nach dem Schlusskonvent stieg noch die Partie Schutz contra Rosenberg. Schutz paukte unberührt aus; in einer Sekundantenpartie paukte Posner aus. Dolly Schüller danken wir für sein Einspringen als Sekundant. Persönliches: cand. ehem. Erich Kretschmer bestand des Yerbandsexamen, Felix Rosenblüth iaus Berlin) und Masur das Doktorexamen. 6. VIII.. 09. Schutz. Cliarlottenhii Konnten wir schon während des Semesters von einem eigentlichen Yereinsleben nicht berichten, so ist dies naturgemäss jetzt — wahrend der Ferien — um so weniger der Fall. Vereinsveranstaltungen haben nicht stattgefunden. 17. VIII. 00. " Pick. Breslau. Vom letzten Monat des Semesters habe ich mitzuteilen, dass unser Sommerfest trotz heftigen Regens — dieser war wohl den Ausflügen sämtlicher K. V. K. V. gemein — sehr gemütlich und angenehm verlLf. Auch ^onst war der Verkehr der Bundesbrüder miteinander recht re^e, der Fuxmajor veranstaltete öfters kleine Ausflüge, und den Bes-.-hluss bildete eine famose interne Pfirsichbowle mit Lampionbeleuchtung und allgemeiner Besau ftheit am Schluss. Bei der Bowle meldete sich Herr stud. jur. Adlei aus Kattowitz aktiv. — Zugleich nahm auch die jüdische Arbeit ihren Fortgang; der statistische Kurs sowie die Fuxenstunden und der F. C. wurden gern besucht. A. IL Weiss hielt ferner einen Vortrag über die wirtschaftliche Seite des Ostjudenproblems und die Wege zur Lösung. Diskussionen fehlten uns leider ganz; es lag wohl daran, dass die A. II. A. H. zwar bei der Bowle und manchen Conventen ganz gut vertreten waren, auf Vortragsabenden jedoch meist alle fehlten; vielleicht auch an den gewählten Themen. Für all diese Veranstaltungen war natürlich die eigene Wohnung die Grundlage, deren wir uns immer mehr freuen, obgleich >-'»e uns auch viel Sorgen verursacht. So ist es stets sehr schwierig, die Miete aufzubringen, wir mussten diesmal dazu einen A. H. anpumpen und konnten sie nur verspätet zahlen. Ich bitte deshalb

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