Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 6 (1909-1910)
- Issue
- Heft 4 (26.7.1909)
- Date
- 1909-07-26
- Page
- [Seite] (sequence 31)
- Language
- German
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Der jüdische Student. 103 schaft, ein Charakteristikum des .V. J. St. Marbxrg, wie man mir versichert, das sich aber einzig durch die besondere Marburger Luft erklaren lässt. Wir hatten in diesem Semester unsere bilden ersten Mensuren: Bbr. Nussbaum trat auf Säbel s. s. an md wurde im 12. Gang abgeführt, unser Beleger. Herr Rosenber^. paukte in einer leichten Säbelpartie aus. Bbr. Schutz danken wir an dieser Stelle jaochmals für seine Sekunda ntendienste. # Einem inaktiven S. C.er schickten wir auf den Rat des Präsidiums Bbr. Landau als Kartellträger mit einer eventuellen Chargierten Forderung wegen tiner antisemitisch klingenden Aeusscrung, die er in einer Brerrede auf offenem Markte getan. Der Herr revozierte und depre/derte jedoch schriftlich. Wir veranstalteten eine Diskussion über Felix Rosenbluths Artikel „Zionistische Sorgen und Gedanken*1. Es ist ein Beweis für seine gute Wirkung, dass dei Inhalt des xor 1 Jahren so heiss umstrittenen Artikels trotz der beträchtlichen Zahl unserer Nichtzionisten einstimmige Billigung fand. Die Abende der Ortsgruppe werden von den zionistischen Bbr. Bbr. regelmässig besucht. Herr Simon von dem Bonner J. W. V. meldete sich als O. V. G. Unserem Fuxen Sichel gaben wir wegen Unbrauchbarkeit den Rat zum Austritt, den er daraufhin vollzog. Unsere Kneipe befindet sich vom 1. Auguni ab im Gasthaus Zeiss in Weidenhausen. H. VII. 09. . Nassbau m. Correspoii (lenz. In aller Kürze mochte ich Euch alle, die Wir für die Verbreitung jüdischen Geistes eintretet, auf das jüßgst erschienene Buch „Ewige Weisheit**, Spruchpoesie des Talmud, von Max Weinberg (Verlag: Otto Mendel, Halle; Preis geh. 1 Mk., geb. 1,35 und 2,50 Mk.) aufmerksam machen. Die Charlottenburger Bbr. Bbr. haben es ohne Ausnahme gekauft uni gelesen. Das _Werk ist „in jeder Minsicht mustergültig"', wie Spielhagen dem Verfasser schrieb; es hat in der ganzen theologischen Gelehrtenwelt, namentlich der christlichen, geradezu verblüffend gewirkt: man war erstaunt, im Talmud eine ssfche Fülle von Liebe und Tugend zu finden. Das Schönste am Büchlein aber bleibt die Dichtergabe des Verfassers, durch & dem Ganzen eine besondere persönliche Note -aufgeprägt h£. Bestellungen nehme auch ich entgegen. R a o u 1 Soimer, Charlottenburg. Lribnizstr. 26.