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Der jüdische Student · 1909-07-26 · Heft 4 (26.7.1909) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
6 (1909-1910)
Issue
Heft 4 (26.7.1909)
Date
1909-07-26
Page
[Seite] (sequence 25)
Language
German
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Der jüdische Student 97 all unsere Krärte, die, wie gesagt, nicht sefta stark sind, auf die Förderung der gemeinsamen jüdischen Interessen konzentrierten. In dieser Richtung sind unsere Erfolge sehn befriedigend. Wir haben nach wie vor in jeder Woche mindestens 3 Fuxenstunden, die durch Vorträge der Füxe belebt werden. Ferner haben wir jede Woche einen Vortragsabend, und zwar hörten wir bisher ausser den Vortragen in der Zionistischen Ortsgruppe', unter denen ein Referat des Herrn Beikind, des Leiters der Ackerbauschule Kiriath Sefer, über seine Erfahrungen in Palästina bemerkenswert ist, Referate über die jüdischen Organisationen ('Bbr.. Schalscha}, über die Theorie und die Organisation des Zionismus (Bbr. Schalscha), tiher die geschichtliche Entwicklung der zionistischn Idee iBbr. Fink), sowie eine von erläuternden Bemerkungen begleitete Vorlesung des Ruppin'schen Essays: „Die Juden unter diem Eiufluss der modernen Kultur". Seit einigen Wochen haben wir auch ein eigenes Lesezimmer neben unserer Kneipe, auf dem ©st und West, Weit, Rundschau, Generalanzeiger, Grüne Allgemeine und Im Deutschen Reich neben anderen Druckschriften ausliegen;; Pressreferate hielten bis jetzt die Bbr. Bbr. Marcus, Platz und Fink* Zeitungs- und Bücher.wart ist Bbr. Lyon, der übrigens auf diesem Wege alle Bbr. Bbr., die Bücher aus unserer Bibliothek entnommen haben, zur Rückgabe auffordert; es fehlen nicht weniger als 29 Bände. Schliesslich erteilt Bbr. Fink einigen Ffixen einen dreistündigen hebräischen Kurs und .erzielt an der Hand dies empfehlenswerten Lehrbuchs von M. Krinsky sehr erfreuliche Erfolge. Zu erwähnen ist noch, dass wir zwei äusserst lebhafte und angeregte Tendenzdebatten hatten. Von sonstigen Veranstaltungen sei hier eine wohlgelungene Kneipe verzeichnet, zu der unsere Füxe uns einluden; die leitende Idee war die Darstellung eines Kommerses de* V. I). St., der mit viel Humor und Geschick wiedergegeben wunde. — Unser F. C. betätigt sich immer noch in allwöchentlichen Sitzungen mit ungeschwächtem Fifer. Veranlasst durch wiederholte Zurücksetaingen bei studentischen Veranstaltungen haben wir die Initiative zur Gründung eines „Ausschusses Jüdischer Corporationen" ergriffeaa. Da die Ghibeilinia, mit der wir im Verruf stehen, sich natürlich nicht beteiligt, wird der Ausschuss nur von uns und der Ivria beschickt. In unseren Kassenverhältniss.n verspricht-fndlich eine günstige Wendung einzutreten, Die Alarmnachricht, dass wir vor der Suspension ständen, hat selbst die Bbr. Bbr. ihner Apathie zu entreissen und ihre Geldbeutel zu öffnen vermorht. Es ist leider recht bezeichnend, -dass man es soweit kommen lassen musste, bevor man uns beisprang. Gleichwohl ist unsern Rettern, besonders unseren A. H. A. H. Baschwitz und Perlitz, umser Dank gewiss. Da wir ausserdem unsere starke Aktivitas gehörig bluten lassen, gelingt es uns allmählich, den Karren wieder aus dem Dreck ziu ziehen, in den ihn frühere Generationen habfra versinken lasself^

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