Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 6 (1909-1910)
- Issue
- Heft 4 (26.7.1909)
- Date
- 1909-07-26
- Page
- [Seite] (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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Der jüdische Student. 91 gelten. Demgemäss kann von der Einfühiiung eines für alle B. 3. C.er allgemeinen gleichen "Wahlrechts zian Kartelltage keine Rede sein. Im Gegenteil wird stets mindestem 3A aller Delegierten zum K. T. von den K. V. K. V. direkt entsuidt werden müssen. Die dadurch hervorgerufene Besserstellung vonCbrporationsinaktiven gegenüber Bezirksverbandsiuaktiven lässt sich Beider, ohne weitete erhebliclie Complicierung d»is ganzen Verfahren-*, nichtumgehen. Mit Gewährung der politischen Hechte an einen B. V. müssen ipso jure dessen Mitglieder ihre Rechte in ihren K. V., soweit sie sich auf Angelegenheiten des B. J. C. erstrecken, verlieren. Ihre Verpflichtungen, insbesondere die pekuniären, Bleiben ungemindert bestehen. Ferner müssen die Bezirksverbänfb ein Antragsrecht auch ausserhalb des K. T. haben, dessen Geltendmachung etwa numerisch an die doppelte Zahl zu knüpfen wäre als hei den K. Y. K. V. Zu den politischen Rechten muss die eigene Ehrengerichtsbarkeit gehören. Ein A. IL will sich nicht von jedem unbekannten Jungburschen aburteilen hissen. Ueberdies fiele die jetzige technische Erschwerung der Ehrengeriehtsbarkeit fttit. Auch falls eine Verleihung der sonstigen politischen Rechte abgelehnt werden sollte, müssten die Oonvente befugt werden, dtn Bezirksverbanden generell oder im Einzelfall die Ehrengeriehtsba^ktit zu delegieren. Um die vielen Akademiker, die wegen ihies Wohnortes nicht in der Lage sind, einem V. .1. St. anzugehören, heranzuziehen und die Einflußsphäre des B. .1. C. zu vergrössern, müssen die B. V. B. V. die Möglichkeit haben, sie unter irgend giner legitimen Bezeichnung ent>preehend den A. IL A. IL an sirfi zu ketten. Die lWiiksveHuinde unterstehen heute öTk Decernat einem Präsidialmit^liede. Es muss in Zukunft unter meinem Vorsitz eine Art Obmännerausschuss der B. V. B.Y. die nö^gc Einheit gewährleisten. Dem Präsidium ist den B. V. R. V. gegenüber princi'piell die Oberleitung anzuvertrauen. Es ist die geeignete Vermittlungsstelle mit den K. V. K. V. Bezirksverbände dürfen sich von einander äcisserlich nur durch die geographische Bezeichnung unterscheiden. So müsste der obersehlesische B. V. den irreführenden Untertitel .der A. IL A. TL(< beseitigen. ' Die Voraussetzungen der Gründung sind knapp und präcise festzustellen. Bei Unzuträglichkeiten hinsiehtthh geographischer Abgrenzung wird die Entscheidung des Präsidiums massgebend sein müssen. — — — Ihr werdet aus dieser wahll sen Skizzierung ersehen haben, wie wichtig diese Fragen sind. Es ist zu hofen, dass eine gedeihliche Lösung der Alt-Herren-Frnge durch eki verständnisvolles und streng objektives X" teil aller B. J. C.er, intfiesondere der Delegierten des nächsten K. T., gefunden wird. Jeder, der die Zeichen der Zeit zu deuten weiss, wird dann von einer drückenden Sorge befreit sein.