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Der jüdische Student · 1909-07-26 · Heft 4 (26.7.1909) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
6 (1909-1910)
Issue
Heft 4 (26.7.1909)
Date
1909-07-26
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
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Der jüdische Student. ST glieder "können alle abstinenten Studierenden der Fr.-Wilheim- Universität zu Berlin werden/* Da sich unter den jüdischen .Studierenden sicher nicht wenige Abfönenten befinden, so darf mau wohl annehmen, dass diese auch in dem Verein vertreten sind. 1 Herüber schweigt sich die Berichtigung, leider aus. — Ich komme noch einmal auf die Angelegenheit des Deutschakad.-Frauenbundes zurück und trage ztinrächst aus den M. A. iNo. 21—22f zu dem, was ich im Juni-Heft iS. 47 O bereits darüber mitgeteilt habe, noch das Folgende nach: Dass der DAF antisemitisch ist, geht schon daraus hervor, dass seine Vorsitzende, Frl. Tasch, in den aAkad. Blättern* sieh verteidigt, die „nationale und christliche Gesinnung" des Bundes anerkannt und die liberalen Frauenrechtlerinnen abfällig beurteilt hat. Ferner: der neue Frauenbund nimmt kerne Jüdinnen auf! Das genügt schliesslich. Ein Schreiben, da* die Redaktion des B T von Verein studirender Frauen erhielt und. das sie, damit die unerquickliche, aber doch reinigende Diskussion abschliessend, am 28. in der Frauenrundschau veröffentlichte, möge, da es die Situation noch einmal zu beleuchten vermag, hier Platz finden: Sehr geehrte Redaktion'.! Ich möchte erklären, dass der V. Sl. F. in keinerlei Zusammenhang mit den die Gründung des BX A. F. betreffenden beiden Artikeln steht, die in den lefe£en Nummern der ,Frauenrundschau erschienen sind. Um Irrtümern entgegenzutreten, will ich unsern Standpunkt in Kürze präzisieren. — Unser Verein ist die Ortsgruppe Berlin de* Verbandes der Vereine studierender Frauen Deutschlands uund nimmt jede an der königlichen Friedrich Wilhelm-Universität immatrikulierte Studentin auf, ohne Rücksicht auf Konfession und Nationalität. Sein Zweck ist, nach aussen die akademischen Interessen aller studierenden Frauen zu vertreten, im fnuaien kollegiales Solidaritätsgefühl zu stärken und gesellschaftlichen Zusammenschluss zu fordern. Diese durch unsere Statuten festgelegte vollkommene Neutralität allen anderen tendenziösen Bestrebungen gegenüber zwingt uns, Einladungen auszuschlagen, die nur für einen Teil unserer Mitglieder bestimmt sind. — Deshalb konnten wir im Februar die Annahme der Einladung des VDSt nicht gutheissen, da dieselbe zwar formell für den ganzen Verein, tatsächlich aber, was audh" bestätigt wurde, nur für die christlichen Mitglieder bestimmt war. Die Opposition ging auch durchaus nicht' allein von den jüdischen Mitgliedern aus, sondern ebenso von einem grossen Teil der christlichen. Dieser unsere neutrale Charakter hat sich durchaus nicht geändert. Ich fühle mich zu dieser Erklärung veranlasst, um die falsche Auffassung einer Spaltung In einen rechten und linken Verein für unseren Tel aufs bestimmteste

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