Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 6 (1909-1910)
- Issue
- Heft 1 (22.4.1909)
- Date
- 1909-04-22
- Page
- [Seite] (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/3537599-3537665-3537667--1174-3539264- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
20 Der jüdische Student. Den Beginn des Sommersemesters setzen wir hiermit offiziell auf Mittwoch den 21. April 2 h. c. t im Palastcafe fest. Antrittskneipe, verbunden mit Stiftungsfest und anschliessendem Exbummel mit Damen, findet am S. Mai statt, wozu wir alle lieben A. H A. H., I. A. B. I. A. B. und K.- T. K. V. einladen. Sehr erwünscht wäre es uns, wenn die Bbr. Bbr. vielleicht noch einige Tage, früher hier eintreffen wollten, da der Keilbetrieb für das kommende Semester ganz energisch in die Hand genommen werden muss. Zugleich bitten wir die Bbr. Bbr., die für unsere Kneipe gezeichnet haben, die gezeichneten Beträge umgehend einzusenden. An die anderen Bbr. Bbr. richten wir die Bitte, nach Kräften unser Vorhaben^ zu unterstützen. Für die Kneipe zeichneten ferner A. H. A. H. Hausmann 20 M. und Alfred Unna 10 M. Adolt Schüller, Schillerstr. 4S IL Maccabaea. Unsere Keiltätigkeit ist eine ziemlich rege, und wir hotten bereits auf mehrere Berliner Füxe. Leider geht ein Teil der für uns in Betracht kommenden Abiturienten nach München und Freiburg. Wir hoffen, dass die dortigen K. V. K. V.. sich dieser Füxe mit ganz besonderer Liebe annehmen werden. Bisher hat sich aktiv gemeldet stud med. Lissauer. Wir haben ihn auf dem Ferienkonvente vom 1. April aufgenommen, um ihn nach München schon als Bbr. überweisen zu können. Erich Cohn lud die hier anwesenden Bbr. Bbr. zur Feier seines Examens zu einer famosen Bowle ein und verschaffte uns so einen vergnügten Abend. Den Semesterbeginn werden wir den Einzelnen rechtzeitig mitteilen. Pinner. Marburg. Unsere Ferienkommission besteht aus Hirsch, Rothschild und Katzenstein. Briefablage: cand. med. Albert Hirsch, Frankfurt a. M., Grünstr. 36. Da uns einige Bbr. Bbr. überwiesen worden sind, besteht die Hoffnung, dass unser Kartellverein in Marburg in der bisherigen Weise weiterwirken kann. Ein allzugrosses Arbeitsfeld ist uns ja dort nicht geboten. Die Hauptarbeit — es kann nichts schaden, wenn das einmal hier ausgesprochen wird — besteht im Keilen von einigen Füxen, von denen wir in der Regel 75 °\> noch vor der Burschung schmerzlos entlassen, im Vorträgehalten in cTer zionistischen Ortsgruppe vor einem Publikum, das zum Davonlaufen ist, und — last not least, um auch von unserer Stellung nach aussen hin zu reden, — in Contrahagen, aus denen nichts wird, da keine Korporation unsere eigenen Waffen anerkennt. Uebrigens soll sich, wie verlautet, im Sommersemester eine Reformburschenschaft in Marburg auftun — nach den ober-