Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 5 (1908-1909)
- Issue
- Heft 10 (22.1.1909)
- Date
- 1909-01-22
- Page
- [Seite] (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Der jüdische Student. 203 war der Kartelltag auch nicht in der Lage, einen ins Einzelne gehenden Entwurf Nathans über ihre Gestaltung anzunehmen. Er bezeichnete einstweilen in zwei von Herzberg beantragten Resolutionen das Bestehen von Alten-Herren-Bünden als geboten und die Gründung von Bezirksverbänden als empfehlenswert. Mit der Aufgabe, die weitere Organisation der Bezirksverbände in die Hand zu nehmen, wurde auf Antrag von Percy Zadik das Präsidium betraut. Seinen Antrag auf Aufhebung der Bestimmung des § 18 Ziff. 3 des Kartell-Statuts, wonach 10 Burschen das Recht haben, Anträge für den Kartelltag zu stellen, (S. 16 des Sonderhefts), zog Herzberg zurück, so dass der Kartelltag auch nicht mittelbar der zukünftigen Gestaltung der Rechte der Bezirksverbände, für die jene Bestimmung praktische Bedeutung hat, vorzugreifen brauchte. Etwaigen Einzelvertretern sowohl der Alten-Herren-Bünde wie auch der Bezirksverbände wurden auf Antrag Bloch schon jetzt für die 7 agung des nächsten Kartelltages ausschliesslich des Stimmrechts die Rechte von Delegierten eingeräumt. Bei der De Charge des Präsidiums wurde diesem der Dank des Kartelltags ausgesprochen. Die Neuwahl ergab folgende Zusammensetzung: Rosenkranz, 1. Vorsitzender, Max Berlowitz, 2. Vorsitzender, Siegfried Moses, Hirsch, Schwarz, Herlitz, Danziger. Als Ersatzmänner wurden gewählt: Herzberg, Rosenblüth, Horovitz, Kirschner, Percy Zadik, Zamory, Loewy. Der Ort des nächsten Kartelltags wurde noch nicht endgültig bestimmt. Bei der grossen Bedeutung, die -— wie die Breslauer Delegierten versicherten — ein Kartelltag in Breslau zur Zeit des 10. Stiftungsfestes für die ganze gesellschaftliche Stellung des Breslauer Vereins haben würde, erschien der Breslauer