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Der jüdische Student · 1909-01-22 · Heft 10 (22.1.1909) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
5 (1908-1909)
Issue
Heft 10 (22.1.1909)
Date
1909-01-22
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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196 Der jüdische Student. wird sogar sagen können, dass bei der Aufrollung dieser Fragen die Problemstellung im allgemeinen die richtige war. (Das Verdienst, stets auf eine Erfassung der Zusammenhänge zwischen unsern speziellen Sorgen und Gedanken und dem Fragenkomplex, der die Judenfrage bildet, hingewirkt zu haben, gebührt in erster Reihe Bbr. Rosenblüth.) Aber dem Versuch einer Lösung jener Probleme ist der Kartelltag nicht näher getreten. Sie werden in der Zeit bis zum nächsten Kartelltag eingehend zu diskutieren sein. Inwieweit der Kartelltag durch weiteren Ausbau unserer Organisation und durch endgültige Beseitigung der Affären" des letzten Jahres positive Arbeit geleistet hat, wird der nachfolgende Bericht ergeben. Das Präsidium w ar auf dem Kartelltage vertreten durch Rosen- Kranz, Schwarz, Hildesheimer und Hammerstein. Von Delegierten waren anwesend: Moses, Kretschmer (Berlin); Salz, Marcus (Breslau); Michel, Zamory (Charlottenburg); Ludwig Mayer, David (Strassburg); Landau, Benenson (Freiburg); Weissbrem (Königsberg); Percv Zadik, Simon Bloch (München); Herzberg, Rosenblüth (Makkabaea); Hirsch, Eisberg (Marburg). Der Kartelltag wurde am 28. Dezember 1908, 10 Uhr vormittags durch Rosenkranz eröffnet. Vor Eintritt in die Tagesordnung ehrte der Kai teiltag das Andenken des verstorbenen Bbrs. Bernhard Rubin-tein durch Erheben von den Plätzen. Zum 1. Vorsitzenden des Kartelltags wurde Rosenkranz, zum 2, Vorsitzenden Moses gewählt. 1. Schriftführer wurde Marcus, 2. Schriftführer Weissbrem. An die Stelle von Marcus, der während des Kartelltags erkrankte, trat später Eisberg. Ausserhalb der Tagesordnung wurde zunächst ein Antrag Herzberg angenommen, der bestimmt, dass der Vorsitzende des Präsidiums oder ein von ihm beauftragtes Präsidiumsmitglied zur Sache stets das Wort erhalten. Ein Antrag Percy Zadik, dem Vertreter des Hamburger Bezirksverbandes, Nathan, für diesen Kartelltag die Rechte eines Delegierten mit Ausschluss des Stimmrechts zu gewähren, wurde abgelehnt, w eil der Kartelltag der späteren Verhandlung über die Bezirksverhände nicht vorgreifen wollte. Doch wurde Nathan persönlich loyalste Handhabung der in Frage kommenden Bestimmungen zugesichert. Die vom Präsidium vorgeschlagene Tagesordnung wurde angenommen. Den G ene ralbe rieht des Präsidiums erstattete Rosenkranz: Die Zentralisierung der B. J. C.-Arbeit durch das Präsidium hat sich wiederum durchaus bewährt. Das Präsidium ist in seiner Tätigkeit von den Vereinen im allgemeinen ganz gut unter-

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