Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 5 (1908-1909)
- Issue
- Heft 9 (16.12.1908)
- Date
- 1908-12-16
- Page
- [Seite] (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Der jüdische Student. 177 für vollkommen ausreichend, wenn in jeder zweiten Woche ein Diskussionsabend abgehalten wird und für kaum zu gefährlich, w enn dafür jede vierte Woche einmal eine Kneipe oder irgend eine andere Vereinsveranstaltung ausfallt. Vielleicht wird auch das nicht einmal nötig sein, denn der Charakter der Abende als Einfilhrungs- und Orientierungsabende wird es mit sich britigen, dass sie das eine oder das andere Mal als Ersatz für eine ruxenstnnde gestaltet werden können oder für einen Vortragsabend, dem ja doch alle Aktiven hätten beiwohnen müssen. Nur müssten wir dann die Auswahl und Zuweisung der zu behandelnden Themen streng in der Hand behalten und über einer zweckmässigen Reihenfolge und Abstufung der Vorträge wachen. Die Vorträge müssten natürlich so gewählt werden, dass sich an sie eine durchaus angeregte, durchaus würdige Diskussion ansehliessen kann. Es müsste dabei mit aller Macht darauf gesehen werden, dass sich .besonders unsere Füchse an ihr beteiligten, damit sie sowohl für unsere internen Diskussionen wie für die Konvente ihren Mann zu stellen lernen. Lohnend wären auch ein oder zwei Zettelkastenabende im September, d. h. vortragslose, höchstens noch auf einem Stichwort basierte Erageabende. Während der Ferien brauchte die Arbeit des D. K. nicht zu ruhen, es wird wohl überall ein Bbr. am Ort sein, der sich der Sache annehmen kann, und ausserdem werden sich die jungen Kaufleute auch eine Zeit lang allein regieren können, Für uns V. J. St.-er erwüchse aus dem Zusammengehen ein allseitiger Gewinn. Denn was wir so im Semester im D. K. gesehen, gelehrt und gelernt hätten, käme dem B. J. C, seinem Wachsen und Ansehn zugute und würde uns weiter befähigen, daheim in den Ferien ähnliche Saat auszustreuen, auf ähnlicher Grundlage gleiche Klubs zu gründen, und so als wahre Pioniere unserer Jugendkultur „dem Ewigen einen Weg zu bahnen in der Wüste". Jacob Jacobson (GnesenJ München. Hilf an die dichtenden und komponierenden B. J. C.-er. Wir wollen einmal an Stelle der ewigen „jung-jüdischen Abende" mit dem Programm, das wir unserem Publikum schon in allen möglichen" Variationen geboten haben (wo das noch nicht geschehen ist, muss es schleunigst nachgeholt werden), etwas Neues bringen, das durch seine persönliche Form und durch seine mögliche Mannigfaltigkeit sicher unsere weiteren Kreise interessieren würde, nämlich einen V. J. St.-er Autoren-Abend. Wir werden natürlich nicht verfehlen, den Stoff, den unsere lieben A. H. A. H. in Gedichtbänden und anderen Veröffentlichungen gegeben haben, auszunützen, wir wenden uns aber auch an die unbekannteren und unbekannten Dichter im B. J. C. mit der Bitte, uns Gedichte und Kompositionen jüdischen und 'allgemeinen Inhalts einzusenden. Wir hoffen auf einen bedeutenden