Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 5 (1908-1909)
- Issue
- Heft 7-8 (25.11.1908)
- Date
- 1908-11-25
- Page
- [Seite] (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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Der jüdische Student. 151 Vereinsleben und auf unsere Werbekraft. Und mit diesen Aeusserlichkeiten hängt das Gedeihen einer Idee ebenso unzertrennlich zusammen, wie mit der Notwendigkeit, tüchtige Köpfe als ihre Träger zu haben. Und an wen sollen wir uns denn eigentlich wenden, wenn wir an dieser Stelle bessern wollen, wenn nicht an unsere A. H. A. H.? Die Aktivitas tut ihre Pflicht in der Geldfrage, nicht aber die A. H. A. Ii. mit einigen rühmlichen Ausnahmen, und hier haben wir eine grundlegende Ursache „negativer" Ergebnisse. Immer wieder muss es unseren A. H. A. H. vorgehalten werden, dass sie verantwortlich sind für das Kind, das sie in die Welt gesetzt haben, bis sie von selbst am Anfange jedes Semesters ihren lächerlich kleinen Beitrg entrichten. In seiner Gesamtheit pünktlich bezahlt könnte er uns eine starke Hilfe sein. Soviel muss jeder Fl J. C.-er, so lange er nicht hungert, übrig haben. Nun muss ich eine geradezu unrichtige Behauptung zurückweisen. Bbr. Hausen behauptet, dass_„die meisten Bbr. Bbr. damit einverstanden sind, A. H. A. H. aus den Listen zu streichen, wenn sie trotz wiederholter Mahnung nichts geben". Das ist falsch. Wir sind vielmehr von einer viel zu grossen Nachsicht in diesem Punkte. Noch nie ist in Breslau aus diesem Grunde ein A. H. A. H. gestrichen worden, obwohl man häufig genug den Beweis führen kann, dass andere als materielle Unfähigkeit die Zahlungen hindern, obwohl man als K. W. in einigen Fällen Antworten bekommt, die einem die Schamröte ins Gesicht treiben könnten. Wer wirklich nicht zahlen kann, wird von uns auch nicht ,,angeschnorrt". Vielleicht erinnern auch meine Zeilen an wichtige Ursachen ,,negativer" Leistungen, und hoffentlich verhindern, sie, dass der Hausensche Artikel Wasser auf der Mühle lässiger A. H. A. H. wird. Was den letzten Absatz des Artikels von Bbr. Hausen angeht, so ist zweierlei möglich. Entweder der Vorwurf gilt allgemein den Verhältnissen in anderen K. V. K. V. Dann kann ich ihn nicht beurteilen, da ich die zu wenig kenne. Oder aber er ist besonders in Hinblick auf Breslauer Vorkommnisse geschrieben. Dann ist er falsch. Dann ist aber auch der ,,J. St.kw nicht der Ort, solche Dinge vorzubringen oder auf sie zu antworten, sondern dann gehört die ,,Sache" doch auf einen Konvent. Albert Rüben, Breslau, z. Z. Bielefeld.