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Der jüdische Student · 1908-11-25 · Heft 7-8 (25.11.1908) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
5 (1908-1909)
Issue
Heft 7-8 (25.11.1908)
Date
1908-11-25
Page
[Seite] (sequence 18)
Language
German
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146 Der jüdische Student. es leider allzu menschlich ist — oft von .solchen, die sie in ihrer Person, in unserem Falle in ihrer ganzen Leistung als V. J. St.-er und vielleicht in noch mehr treffen, in persönlicher Weise zurückgegeben. Aus der Liebe zur Sache je.doch schöpfen wir, die wir uns als keineswegs nicht feinfühlig bewusst sind, die Kraft, mit welcher wir es fertig bringen, die so verlockende ästhetisierende Art, in der man politische Betätigung —- und als solche ist im allgemein jüdischen Sinne die unserige im B. J. C. auch anzusehen — zu verwerfen pflegt, abzulehnen, und uns, unsere äusserliche persönliche Ehre, soweit sie den Glauben der Bbr. Bbr. an unsere Sachlichkeit betrifft, verdächtigen und nach dem bekannten Sprichwort besudeln zu lassen. W i r kennen nur die prinzipiellen Gegensätze im V. J. St. Zwischen diesen beiden liegen Jahre der Entwicklung, die —-« wie der B. J. C. — insbesondere der V. J. St.-Strassburg durchlebt. Wir sind die Letzten, die diese Entwickelung ungern, feststellen. Wir freuen uns dessen. Wir wollen es auch nicht in Abrede stellen, dass das das Verdienst der bösen Zionisten ist; nehmen aber -— wie überflüssig es auch sein sollte — - doch die Gelegenheit wahr, zu erklären, dass wir uns in unserem Vorgehen von keinem parteipolitischen Standpunkte aus haben leiten lassen. ,,Es ist Aufgabe des B. J. Z., geschlossene Persönlichkeiten durchaus jüdischer Gesinnung zu erziehen." Uns kommt es vor allem auf den Menschen selbst an. ,,Innere und äussere Honorigkeit" pflegte Baer zu sagen. Wer immer strebend sich bemüht, ist und soll uns unser Bbr. stets bleiben. Man sei doch logischen Erwägungen nicht ganz unzugänglich: Herr Oppenheimer nennt sich Zionist; ein anderer A. H. des V. J. St.-Strassburg, von dem der &anze B. J. C. weiss, wie hoch er in unserer Achtung steht, denn er ist für uns d e r A. H. par excellence, ist Nichtzionist, und ein älterer inaktiver Bbr., wenn er gereizt wird, enragierter Antizionist (sonst ohne bestimmte Anschauung); auch ihm ist nur auf unseren Diskussionsabenden und sachlich entgegengetreten worden. Wir kämpfen für unsere Ueberzetigung nicht mit Paragraphen und erklären uns mit jener Gruppe auf dem letzten K. T. nicht identisch. Indem wir feststellen, dass nach dem Obigen formell keine Veranlassung zur Erklärung des Austritts dieser Herren gegeben war, bedauern wir, dass wir diese fünf auswärtigen A. H. A. H. nun nicht mehr in unserer Liste führen dürfen; sie haben nicht gehindert und bedeuten — wie gesagt —- immerhin eine numerische Schwächung. Aber sicherlich auch nicht mehr. Unser Bedauern geht jedoch nie soweit, dass wir uns etwa selbst bei aller Voraussicht des Geschehenen in unserem Vorgehen hätten anders bestimmen lassen können. Es musste mit dem alten System gebrochen werden. Wir wollen auch nicht unterlassen, darauf hinzuweisen, dass in der Erklärung der Solidarität mit den drei anderen Herren eine gewisse Selbstverurteilung ausgesprochen ist. „Wer garantiert mir dafür, dass man im nächsten Semester nicht auch derartig gegen mich

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