Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 5 (1908-1909)
- Issue
- Heft 7-8 (25.11.1908)
- Date
- 1908-11-25
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/3537599-3537654-3537660--0987-3539106- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
132 Der jüdische Student. Anträge zum Kartell tag. Breslau: 1) Nur diejenigen Bundesbrücler dürfen inaktiviert werden, die zwei Semester hintereinander in einem Verein gewesen sind. 2) Im "Fuxenexamen möge sich die Prüfung in der jüdischen Geschichte auf die Zeit bis nach Beendigung des Bar Kochba- Airstandes beschränken. 3) Jeder Bursch wird nur dann inaktitiviert, wenn er einen Vortrag gehalten hat, der nicht nur Kenntnis der jud. Geschichte, sondern auch Verständnis für ihre Zusammenhänge und für alle das Judentum bewegenden Fragen beweist. Die Wahl des Themas unterliegt der Genehmigung der wissenschaftlichen Kommission. Zu 1) wäre zu bemerken, dass der Konvent sich auf den Standpunkt gestellt hat, das Studium der erwähnten Zeit sei für die Erziehung von gesinnungstüchtigen V. J St.-ern mehr geeignet, als das Studium jedes anderen Gebietes der jüdischen Geschichte. Daher solle sich der Geschichtsunterricht der Faxe bis zum J. Examen hierauf konzentrieren. . Zu * Antrag 2) Ein Inaktivierungs-Examen sowie nur eine Inaktivierungs arbeit sind vom Konvent diskutiert und als untunlich bezeichnet werden. Besonders haben sich praktische Schwierigkeiten für die Beurteilung der Arbeit ergeben. Der Antrag soll verhindern, dass, wie bisher häufig beobachtet, das Interesse von Bundesbrüdern an jüdischen Fragen nach dem Burschenexamen allmählich schwindet. Derselbe Konvent hat den Antrag für den hiesigen Verein bereits angenommen. Jüdisch-studentische Monatsübersicht. Von Hans Meseritz (i. V.). In der jüdisch-studentischen Monatsübersicht in Nr. 4 ist aus Versehen (der Uebergang vom dritten zum vierten Absatz lässt die Auslassung erkennen) die Verzeichnung eines Vorfalles unterblieben, der s. Z. genügendes Aufsehen in der jüdischen Studentenschaft erregte.. Die „Welt*4 brachte unter dem 26. VI. 08 folgende Meldung: „Die Bismarckfeier und die jüdischen Studenten44. Aus Bonn wird uns vom 23. Juni 1908 berichtet: Auf Veranlassung des Rektors der hiesigen Universität, Herrn Geheimrat Erdmann, wurde die jüdische Verbindung Rheno- Silesia aufgefordert, an der studentischen Bismarckfeier,. die infolge der diesmaligen Beteiligung der katholischen Korporationen sich imposanter gestaltete, teilzunehmen. Die Rheno- Silesia benachrichtigte auf Wunsch des Rektors die studentische Vertreterversammlung von ihrer Teilnahme. Daraufhin verweigerte der Bonner S. C. — die Corpsstudenten — kurz vor Beginn des studentischen Abmarsches, seine Beteiligung und hat zum Gedächtnis des Altreichskanzlers, „in dessen