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Der jüdische Student · 1907-11-01 · Heft 8 (November 1907) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
4 (1907-1908)
Issue
Heft 8 (November 1907)
Date
1907-11-01
Page
[Seite] (sequence 14)
Language
German
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206 Der jüdische Sfudent. mehr allgemein gestellt wird, wird bei der Wichtigkeit, die wir diesem Akte zuschreiben, keinen verwundern. Mit welcher Majorität die Aufnahme des Antrages auf definitive Aufnahme erfolgen muss, möchte ich noch nicht genau präzisieren. Vorschlagen möchte ich jedenfalls, dass die Zahl der dagegen Stimmenden nicht grösser als 2 oder 3 sein darf. Hat die Abstimmung das Resultat der Annahme des Aufnahmeantrages ergeben, so ist der neue Fux definitiv aufgenommen und erhält zu allen Pflichten des V. J. St.ers auch alle Rechte der Fuxen. Das ist unser Vorschlag. Wir wissen wohl, dass m in gegen ihn viele Einwände erheben wird und kann, Einwände allgemeiner Natur, aus unserer Tendenz sich ergebend, und Einwände, aus praktischen Ueberleguegen geboren. Einen solchen allgemeinen Einwand möchte ich selbst anführen, um ihn auch bald zurückzuweisen. Man wird sa^en, in unserer Tendenz heisst es doch, dass wir »der Sammelpunkt aller jüdischen Studenten sein wollen, die sich bewusst als Juden fühlen/ Wie können wir, so wird man dann fragen, die bewusst jüdischen Studenten um uns sammeln, wenn wir eine solche Auslese treffen' Denen, die so sprechen, möchte ich antworten: ^Vergesset nicht den zweiten Teil unseres Tendenzparagraphen\€ — »Und die an der Entwicklung eines lebendigen Judentumes mitarbeiten wollen*, heisst es da. Glaubt ihr wirklich, dass jeder dazu fähig ist? Nein, und nochmals nein! Nun denn, wer sich nicht als fähig erweist, mit uns und unseren Programme — und wir haben ein Programm und ein sehr eng begrenztes — durch Dick und Dünn zu gehen, der gehört nicht zu uns. Und ein Einwand praktischer Natur! Man wird sagen, dass es bei solch schweren Aufnahmebedingungen schwierig sein wird, viel neue Füxe zu bekommen; denn man wird ihnen doch beim Keilen von unseren Bestimmungen über die Aufnahme Mitteilung machen müssen. Gewiss, das wird man müssen! Und was wird man dadurch erzielen? Eben die quantitative und qualitative Auslese, die wir für augenblicklich für notwendig erachten. Es werden weniger zu uns kommen. Wohl uns. wenn dem so ist! In der letzten Nummer des judischen Studenten wird auf den bevorstehenden Kartelltag hingewiesen und seine Vorbereitungen den einzelnen Vereinen dringend anempfohlen. Soll der Kartelltag die Sanierung der haltlosen Zustände bringen, dann wird er auch an der Frage der Aufnahme neuer Mitglieder, und vor allem an hr nicht vorübergehen dürfen. Ihr habt, liebe Bundesbrüder, meinen Vorschlag vernommen. Die Diskussion ist eröffnet! — — — — Ein Beitrag zur Statistik des B. J. C. An Hand der neuen Präsenzliste*) habe ich versucht, das darin gebrachte Materiell statistisch zu verwerten. Da das Ergebnis wo'.d auch für die Gesamtheit interessant sein dürfte, bringe ich -) Anm. d. Red.: d. h. der über den Stand vom 15. Mai 1907.

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