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Der jüdische Student · 1907-11-01 · Heft 8 (November 1907) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
4 (1907-1908)
Issue
Heft 8 (November 1907)
Date
1907-11-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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198 Der jüdische Student. Für Lieferung des J. St. und der Präsenzlisten wird ein Semesterbeitrag von 2 Mk. gezahlt. Den Inaktiven und Alten Herren werden J. St. und Präsenzliste unter Streifband direkt von der Redaktion (resp,. Expedition) zugesandt. Der Beitrag wird vierteljährlich durchNachnahme erhoben (also Mk.1 + 0,50). Die Exemplare für die Aktiven werden an einen in jedem Verein zu bestimmenden Bbr. gesandt (tunlichst nicht den Kassenwart), der auch die Einziehung der Gelder semesterweise besorgt. Die Vorteile dieses Vorschlages liegen so klar zu Tage, dass sich eine ausführliche Begründung erübrigt: Einfachheit und Uebersichtlichkeit des Kontos auf beiden Seiten, Unabhängigkeit der B. J. C.-Kasse von den Vereinskassen, prompte Zustellung des J. St. und der Präsenzlisten. Es ist auch für jeden angenehmer, wenn diese kleinen Beiträge von seinem grossen Vereinskonto getrennt werden. Der Etat des Präsidiums würde sich dann auf 2400 bis 2600 Mark belaufen. Davon entfallen Mk. 1600 für J. St., Präsenzlisten incl. Versendung, Mk. 600—700 für Vorbereitung und Beschickung des K. T., der Rest für lairende Ausgaben. Der V. J. St. und seine Alten Herren. Yon Dr. Robert Hantke-Berlin. Tritt ein junger Fuchs voller Begeisterung in unsere Reihen, sieht er die Fülle der Aufgaben, die seiner harren, hört er von den grossen Ideen und Idealen des B. J. O., so fragt er sicher nach kurzer Zeit nach denen, die vor ihm im V. J. St. tätig waren, ihn begründet und auf seine jetzige Höhe gebracht haben. Er liest voller Stolz und Freude die alten Protokollbücher durch, lässt an seinem .geistigen Auge die schweren Kämpfe vorüber ziehen, die unter den Aktiven bisweilen mit den schärfsten Waffen ausgefochten wurden, die dazu beigetragen haben, den inneren Wert unseres Bundes zu heben, liest von den Mensuren, die unsere Stellung nach aussen hefestigt haben, erfährt hierdurch, welchen Einfluss viele unserer Bundesbrüder im Verein selbst und in der Aussenwelt gehabt haben, doch ihre Namen sind für ihn meist Schall und Rauch. Er sieht sie nicht, hört nichts von ihnen und stösst natürlich in das Horn derer mit ein, die die A. H. A. H. der Interesselosigkeit zeihen und auf sie schimpfen. Ist es nun wirklich Mangel an Interesse, das uns vielfach vom Verein zurückhält, ist es wirklich ein Abfall von unseren Jugendidealen, für deren Verwirklichung wir Zeit und Geld geopfert haben, oder können nicht auch die A. H. A. H., die sich nur wenig mit dem V. J. St. beschäftigen, trotzdem sich selbst und ihren Idealen treu — und damit gute V. J. St.-er — geblieben sein? Tritt man in den Kampf des Daseins ein, der keinem — auch dem reichsten nicht — erspart bleibt, sofern er im Leben vorwärts kommen will, so tritt unwillkürlich das speciüsch studen-

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