Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 4 (1907-1908)
- Issue
- Heft 5 (August 1907)
- Date
- 1907-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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142 Der jüdische Student. Wir wissen wohl, dass es Schäden im B. I. C. gibt, die der Sanierung bedürfen. Zum Teil liegen sie an der Organisation. Wir verhehlen uns nicht, dass in einigen süddeutschen K. V. V. im Sommersemester die gründliche Ausbildung der Mitglieder im Sinne unserer Tendenz durch die abnorm starke Präsenz erschwert wird. Das ständige Hin- und Herziehen der Bundesbrüder von einem K. V. zum andern gibt zu denken (s. den Artikel „Ueberweisungen" im B. I. C). Aber hier lässt sich nur durch reiflich erwogene Massnahmen Wandel schaffen. Und dafür ist der ordentliche K. T. der Platz. An ihn soll sich jeder wenden, der ein ernstes Wort zu sagen hat über die V. J.St-er Sache. Das Präsidium nimmt gern jede Anregung sowohl von einzelnen Bbr. Bbr. wie von K. V. Y. entgegen. Am ungeeignetsten zur Beratung von Reformen war der Moment, da die Gemüter durch persönliche Dinge in Aufregung versetzt und nervös gemacht waren. 2. Das Präsidium hatte mit dem Exekutivkomitee des K. Z. V. am 23. Juli eine Besprechung über das Verhältnis der beiderseitigen süddeutschen Kartell Verbindungen. In München hat der Erstchargierte der Jordania auf der Antrittskneipe des V. J. St. eine taktlose Rede gehalten, die Jvria in Freiburg hat Loewenthal aufgenommen, ohne den V. J. St. vorher anzufragen, diese und andere Missbilligkeiten haben das Verhältnis zu einem recht gespannten gen acht. Wir waren mit dem Excekutivkomite des K. Z. V. darüber einig, dass derartige aus der Unbesonnenheit und Kurzsichtigkeit jüngerer Elemente entspringende Zwischenfälle bedauerlich sind, dass ein gutes Einvernehmen im Interesse beider Organisationen liegt. Wir konstatierten, dass bei den kleinen Zwistigkeiten dieses Semesters die Agressive auf Seiten des K. Z. V gewesen ist. Die K. Z. Ver versicherten uns, dass sie ihren Einlluss auf ihre süddeutschen K. V. V. dahin geltend machen würden, dass auch auch auf ihrer Seite nichts geschehe, was ein gutes Verhältnis mit dem V. J. Sten zu stören geeignet wäre. Ueber die Aufnahme Loewenthals versprachen sie Informationen einzufordern, eventuell weitere Schritte zu veranlassen. 3. Die Kasse des Präsidiums wird von A. H. Dr. Salinger, Irrenanstalt Buch, verwaltet. 4. Der nächste Kartelltag findet in der Woche vom 29. Dezember in Königsberg statt. 5. Der V. J. St. Maccabaea teilt uns mit, dass sein Konvent beschlossen hat, folgenden Antrag auf dem nächsten K. T. zu stellen: „Der K. T. möge beschliessen: Stimmrecht auf den K. T. haben nur die Vereine, die mindestens 75% ihrer Schulden an das Präsidium abgeführt haben. Für das Präsidium Fritz Koref.