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Der jüdische Student · 1907-08-01 · Heft 5 (August 1907) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
4 (1907-1908)
Issue
Heft 5 (August 1907)
Date
1907-08-01
Page
[Seite] (sequence 12)
Language
German
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132 Der jüdische Student. dieser, der schon durch die Tübinger Vorgänge einen argen Stoss bekommen hat, in nicht allzulanger Zeit seine Gesinnung den konfessionellen Verbindungen gegenüber revidiert. Julian Lehmann. Zur Fechtfrage. Felix Danziger, Marburg. Ich muss auf Steinbergs Artikel antworten, damit nicht irgend ein Bundesbruder, der »nicht auf dem Paukboden gewesen ist und die gute Gelegenheit verpasst hat, derlei zu lernen", sich dringend genötigt fühlt, trotzdem seine gewichtige Stimme zu erheben Ich glaube in der Tat, dass im Sinne einer erspriesslichen Diskussion nur der dass Recht hat, über Dinge zu reden oder sogar abzuurteilen, der etwas davon versteht. Und unsere liebe und verehrliche Redaktion sollte auch nur danach die Aufnahme von Artikeln entscheiden. Praktisch^ ist für mich die ganze Fechtfrage! und überaus wichtig; so dass ich wünschte, wir' sprechen noch sehr viel darüber und an dieser Stelle — die etwas davon verstehen. Wir V. J. St.-er, die mit Kirschner wissen, dass vieles in uns »dem Jüdischen<<: fremd ist (und uns mit dieser Erkenntnis nun endlich zufrieden geben sollten), sollen uns doch nur nicht schämen, noch mehr vom Fremden zu lernen; nicht nur wissen, dass man Jahn den Turnvater genannt hat, sondern auch, dass er die Deutschen der Freiheitskriege gemacht hat. Wenn man sich dies vor Augen geführt haben wird(!), dürfte vielen die Tragweite und Verantwortung ihrer Vorschläge und Erzählungen klar werden. Ich glaube, unser hervorragendster Kenner auf dem Gebiete des Fechtens und Turnens Julius Cohn gab mir einmal einen zusammenfassenden Artikel 4 von Oppenheimer — vielleicht lesen ihn einige Bundesbrüder. Wer je ein Turnerdiplom gesehen hat mit Jahns Bildnis geschmückt, der sieht auf dem Bild neben Hanteln und Keulen den Säbel liegen. Ich habe sehr deutlich gezeigt, dass Turnen, welches zweifellos eine ausgeglichenere Körperausbildung als das Fechten bringt, für den B. j. C. nur geringen WTert haben kann; weil wir verschieden geschult, ungeschult sind, verschieden Zeit und noch mehr Ausreden haben u. a. m„ was ich Steinheid nachzulesen bitte. ' o Daher an seine Stelle die ebenfalls turnerische Uebung des Fechtens für unsere Studentenzeit. Viele von uns geben Satisfaktion, müssen daher fechten, den anderen bietet sich nicht und kann von der Korporation nicht die gehörige Gelegenheit geboten werden zu turnen. Sie müssen daher ebenfalls fechten. Die Korporation als solche hat dafür zu sorgen — das versteht Steinberg

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