Mannheim
Compact Memory

Der jüdische Student · 1907-07-01 · Heft 4 (Juli 1907) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der jüdische Student
Volume
4 (1907-1908)
Issue
Heft 4 (Juli 1907)
Date
1907-07-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
97% known words query
IRI
…/3537599-3537641-3537645--0613-3538685
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

100 Der jüdische Student. „Zum Grauen Kloster" in Berlin erhielt Von Ostern 1904—1905 studierte er in Berlin Philosophie und besuchte gleichzeitig, um sich für den Rabbinerberuf vorzubereiten, die „Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums4'. Ostern 1905 trat er zur juristischen Fakultät über. — Zu Beginn seines Studiums bereits wurde Ii. im V. J. St.-Berlin aktiv. Sein Lbb. war Bruno Kirschner. Am Ende des Wintersemesters 1904/05 wurde er geburscht, nachdem er ein Referat über „Rieh. Wagner und die Juden" gehalten hatte. Im W. S. 05/06 und im W. S. 06/07 (bis Weihnachten) bekleidete er die erste Charge des V. J. St. Berlin. Vom Dezember 1905 bis Dezember 1906 war er Vertreter des V. J. St. resp. der „Vereinigung Jüdischer Korporationen" im Direktorium der Akademischen Lesehalle. Im Dezember 1906 musste 11. infolge einer schweren Erkrankung seine Chargen niederlegen. Vom Januar bis zum Mai 1907 lag er in Berlin im Jüdischen Krankenhaus an Gelenkrheumatismus, zu dem sich später eine komplizierte Herzkrankheit gesellte, darnieder. Wenige Wochen vor seinem Tode siedelte er nach Dresden, in sein Elternhaus, über. Dort erlag er am 21. Juni einem Gehirnschlag. Vorbemerkungen zum Fuxenkompendium. Auf dem VI. o. Kartelltag ist Emil Cohn die Redaktion eines zu schaffenden Fuxenkompendiums übertragen worden (vgl. J. St. No. 2, S. 48, VII 2), und zwar auf Antrag Königsberg. Durch die Schaffung dieses Fuxenlehrbuches wird einem grossen Bedürfnis abgeholfen und dem langjährigen Wunsche vieler V. J. St.er entsprochen werden, die sich je mit dergleichen Dingen wie Fuxenunterricht ernstlich abgegeben haben. Ganz abgesehen davon nun, dass ich nicht weiss, ob Cohn unter seinen augenblicklichen persönlichen Verhältnissen der ganzen Frage praktisch bereits näher getreten ist und einen Gesamtplan des Werkes entworfen hat, halte ich es für Recht und Pflicht aller V. J. St.er, die sich (praktisch oder theoretisch) mit den Fragen der Fuxenerziehung genügend beschäftigt haben und denen man also ein verständiges Urteil über diesen Punkt zutrauen kann, ihre speziellen Wünsche für das neue Buch und ihre Gedanken über seine Abfassung im allgemeinen in diesen Blättern mitzuteilen. Solche Winke und Ratschläge können einem Redakteur nur willkommen sein. Ein besonderes Recht aber der Diskussion über die Ausgestaltung des Buches (im grossen wie im einzelnen) kann selbstverständlich eine Institution wie die wissenschaftliche Kommission der beiden Berliner Vereine für sich in Anspruch nehmen, als deren Vorsitzender und in derer Auftrag ich auch das Folgende schreibe. Soviel ich weiss, war sich der K. T. darüber einig, dass das zu schaffende F. K. in erster Linie eine sachgemässe Zusammen-^ Stellung aller Daten (auf welchen Gebieten auch immer) sein soll, die bisher der Fuxmajor den Füxen umständlichst diktieren musste, und die sich die Füxe wohl auch mühsam und in völlig unzureichen-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.