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Der jüdische Student · 1907-06-01 · Heft 3 (Juni 1907) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
4 (1907-1908)
Issue
Heft 3 (Juni 1907)
Date
1907-06-01
Page
[Seite] (sequence 14)
Language
German
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86 Der jüdische Student. schaffen, aber keine positiven Erfolge erzielt. Vor der ersten internen Kneipe sprach Bbr. Rubens über: Der Kosmopolitismus der jüdischen Propheten, ein Thema, an das sich begreiflicherweise eine rege Diskussion anschloss. Persönliches. Nach bestandener Burschenprüfung wurde math Kober in den B. C. aufgenommen. J. A. Arthur Zwirn hat das erste jur. Staatsexamen bestanden. A. H. Dr. Wermuth hat sich als prakt. Arzt im Bade Reichenhall niedergelassen. A. H. Rechtsanwalt Dr. Littmann, Breslau, hat sich mit Fräulein Fränkel, Breslau, verlobt. A. H. Manasse ist nach Beendigung der Übung A zum Vizefeldwebel d. R. ernannt. (Auf eigenen Wunsch aufgenommen.) In Posen hat sich ein V. J. St.er Stammtisch aufgetan. Nachtrag vom vorigen Semester: Bbr. Wolff erhielt eine protokollarische Rüge. iur. Hugo Schutz. Werderstr. 261. Charlottenburg. (Aus dem V. J. St.) Das Semester verspricht für den Verein ein sehr erfolgreiches zu werden. Wir verdanken dies der günstigen und angenehmen Lage unseres Vereinslokals, die ein intensives Zusammenarbeiten ermöglicht. Unser Kasino ist der natürliche Sammelpunkt der Bbr. Bbr. Etwa 10 Bbr. Bbr. und einige Berliner essen täglich in unserm Lokal zu Mittag. Jeden Sonntag nachmittag unternehmen wir, sofern es das Wetter erlaubt, gemeinsam einen Ausflug, was für den engeren Zusammenschluss der einzelnen Bbr. Bbr. sehr vorteilhaft ist. Unsere Aktivitas besteht aus 6 Burschen und 9 Füxen. Aufgenommen wurden bisher: arch. Richard Michel, ehem. Fritz Bromberg, ing. Samuel Grossmann. Inaktiviert wurden: ing. Joseph Loewy, iur. Martin Ehrlich, ing. Siegmund Loewe. Auf unserm letzten Vereinsabend wurde von A. H. W. Majerczik ein Vortrag gehalten: Über das Verhältnis der Juden zum öffentlichen Leben in Deutschland. Die Diskussion, zu der uns der Vortrag eine grosse Anregung gab, dauerte so lange, dass der vorgerückten Zeit wegen eine Kneipe nicht mehr abgehalten wurde. Jos. Juliusburger. Strassburg. (Aus dem V. J. St.) Trotz der vielfachen Aufforderungen und Mahnrufe, die uns eine grössere Zahl B. J. C.er zuführen sollten, sind wir auch diesmal in der Verstärkung durch neue Kräfte nicht glücklicher gewesen wie in der langen Reihe vorangehender Semester. Nur zwei Bundesbrüder Hessen sich hierher überweisen, und mit Neid mussten wir bei unserer Anwesenheit auf der Freiburger Antrittskneipe die stattliche, beinahe zu hohe Zahl der Mitglieder unseres dortigen K. V. feststellen, zum grossen Teil Leute, die ebensogut dies Semester hier hätten verbringen können. Etwas mehr Kartelldisziplin täte wirklich not! — Das Vereinsleben gestaltet sich im übrigen sehr gemütlich und anregend. Wie schon erwähnt, waren wir bei der Antrittskneipe des

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