Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 4 (1907-1908)
- Issue
- Heft 3 (Juni 1907)
- Date
- 1907-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Der jüdische Student. Breslau. (Aus dem V. J. St.) Mit einer Aktivitas von 20 Mitgliedern tritt der Verein in das neue Semester. Von auswärts kamen iur. H. Schutz II aus Berlin und med. A. Rüben aus Freiburg. Neu aufgenommen wurden: theol. u. phil. Fritz Bernstein (Breslau), phü. Jacob Jacobson (Gnesen), iur. Julius Zellner (Reichenbach). Ausserdem liegen die Eintrittsgesuche vor von med. Fr. Nothmann (Breslau) und pharm. Wolff (üostyn). . Die Antrittskneipe fand unter Beteiligung mehrerer Breslauer Bürger, die meistens auch dem „Verein der Freunde" angehören, am 30. April statt. An das Officium, in dem Salz (X) einige markante Worte an die Gäste richtete, schloss sich eine gemütliche Fidulität. Der Antrittskonvent erledigte alle vom Präsidium eingegangenen Angelegenheiten und nahm zu denselben folgende Stellung ein. 1. Der V. J. Stb. stimmt für die Aufnahme des V. J. St. „Maccabaea". 2. Der V. J. Stb. nimmt Kenntnis von der Mitteilung des Präsidiums über die B, J. A.-Angelegenheit und erklärt sein Einverständnis mit den Massnahmen des Präsidiums. 3. Der V. J. Stb. weist auf die Aufforderung des Präsidiums betreffend die Überweisungen nachdrücklichst hin. 4. Der V. J. Stb. beschliesst, dass jeder Bbr. 1,50 Mk. Semesterbeitrag für den „Jüd. Studenten" zu zahlen habe. Zum Korrespondenten im Verkehr mit dem Präsidium wird iur. Ii. Schutz gewählt. Die Chargen sind in diesem Semester folgendermassen verteilt: iur. J. Salz X, med, L. Buttermilch XX, pharm. Rosenthal XXX. Von Breslau gingen nach Strassburg: med. Blumenthal. iur. Aufrecht, iur. Kopfstein, Kassenwart, iur. Schutz, Turnwart, math. Kober, Fechtwart. Den Fuxenunterricht erteilt A. H. Ref. Schindler, Comment und Tendenz; med. dent. Freund Jüdische Geschichte. Die Leitung des wissenschaftlichen Kursus hat Bbr. Freund übernommen. In diesem Semester sah sich der Verein durch das Aufnahmegesuch von stud. theol. Bernstein vor die Frage gestellt, ob er Theologen aufnehmen solle, da wir mit den beiden hier bestehenden Verbindungen am Rabbiner-Seminar „Amicitia" und „Litteraria" in freundschaftlichen Beziehungen stehen. Auf welchen Standpunkt sich der Konvent stellte, zeigt die Aufnahme Bernsteins. Die Bemühungen, ein neues Kneiplokal zu verschaffen, haben der optimistischen Phantasie einiger Bbr. Bbr. weiten Spielraum ge-