Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 4 (1907-1908)
- Issue
- Heft 3 (Juni 1907)
- Date
- 1907-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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- Mohel 1× ep/1006163
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<"ö Der jüdische Student. einen Auf- oder einen Abstieg oder eine gleichmässig verlaufende Linie darstellt, durch die Betrachtung des Verhältnisses der Berufsschichten der Väter zu dem erwählten oder bereits ausgeübten Lebensberuf unseres Geschlechtes erörtert werden. Zu diesem Zwecke wird eine genaue Angabe des Berufes des Vaters und des Grossvaters väterlicherseits gefordert werden, und zwar ist die Beantwortung der Frage nach dem Beruf des Vaters und des Grossvaters besonders genau und in der Weise zu fassen, „dass der besondere Zweig der gewerblichen Tätigkeit unzweifelhaft zum Ausdruck kommt. Beispielsweise ist nicht zu schreiben . . .: Lehrer, sondern: Volksschullehrer""), nicht: Kultusbeamter, sondern etwa: Kantor (Oberkantor), oder: Schächter und Mohel etc., oder nicht: Kaufmann, sondern: Kaufmann in der Konfektionsbranche, oder: Weinhändler u. dgl. Ebenso soll, wenn der Vater oder Grossvater als nicht selbständig im Beruf, sondern als Angestellter in Fabrik, Bureau oder Geschäft aufgeführt wird, deutlich unterschieden werden, ob die Tätigkeit des Betr. ev. als die eines kaufmännischen oder als die eines technischen Leiters, ob sie als Mitarbeit oder nur als Beaufsichtigung zu bezeichnen ist. Die Beantwortung der anderen Fragen nach der Art der Schul- und Hochschulbildung wird aus der Fragestellung ohne weiteres ersichtlich sein. Eine weitere Gruppe von Fragen wird „d i e W a n d e r u n g e n der Familie" ins Auge fassen. Hier interessieren ausser den Wohnsitzen der Eltern und Grosseltern besonders Angaben über die Wohnorte noch älterer Vorfahren, ferner über die ständigen Wohnsitze von nahen Verwandten im Ausland, auch über evtl. Naturalisation der Eltern sowie des Betreffenden selber in dem deutschen Staatsverband u. a. m. Übrigens sei allgemein darauf aufmerksam gemacht, dass unter „nahen Verwandten" für unsere Fragen nur Geschwister von Vater und Mutter und die eigenen Geschwister (gewöhnlich auch Stief- und Halbgeschwister) zu verstehen sind, soweit nicht ausdrücklich auf eine andere Auffassung hingewiesen wird. Unter eine dritte Rubrik fallen Fragen, die sich auf die physiologischen, die sozialökonomischen und die kulturellen Verhältnisse im Eltern hause (und z. T. in der weiteren Familie) beziehen; also Fragen nach Zahl, Geschlechtsverteilung, Alter, Schulbildung, Beruf der Geschwister sowie nach bei leiblichen nahen Verwandten erblichen bezw. auffallend häufig auftretenden Krankheiten und pathologischen, auch psychopathologischen Zuständen; Fragen nach der im Hause herrschenden religiösen Richtung und religionsgesetzlichen Betätigung, ferner nach dem Vorhandensein und dem Grade freundschaftlicher Beziehungen des Hauses (der engeren Familie) zu christlichen oder zu getauften jüdischen Familien, sowie überhaupt speziellere Fragen nach Getauften in der engeren Familie u. a. Über die „f i n a n z i e 11 e L a g e" der Familie, insbesondere des *) Die Ausdrucksweise ist hier z. T. wörtlich übernommen aus der Instruktion des Rektors der Universität Berlin, die Ausfüllung der „Zählkarten" betreffend.