Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 4 (1907-1908)
- Issue
- Heft 2 (Mai 1907)
- Date
- 1907-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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68 Der jüdische Student. Also: es kommt beim Fechten auf die exakte Ausbildung des Einzelnen an; wie es in Berlin mustergiltig betrieben wird; und daher kann meinen Anforderungen der Münchener Fechtunterricht beispielsweise gar nicht genügen — dort fechten zehn bis zwanzig Paare gleichzeitig. Es wird allen demnach klar sein, dass nur das offizielle Fechten als neue Institution für den B. J. C. in Frage kommen kann — die Korporation will die physische Regeneration — doch zunächst mal ihrer Mitglieder — anbahnen! Aber das ist ja bei uns das Böse, mag eine neue Sache von den vernünftigsten Gesichtspunkten als gut bezeichnet werden, als ein Fortschritt, da erheben sich bald einige Weisen, nur um zu sagen, dass die Sache Folgen haben könnte, Folgen, die . . usw. Ich glaube, dass auch die anderen sie übersehen können, und nachdem sie die Gründe der Gegenpartei als nicht von Belang erkannt haben, sich nicht mit dieser blossen Feststellung begnügen dürfen. Der B. J. C., der jüdischen Fortschritt will, muss auch einmal Beschlüsse fassen, die Folgen haben werden. Darum sehen wir in einer gewissen Schwierigkeit ihrer Durchführung ihre Richtigkeit und unsere Entwickelung. Mitteilungen. Verein Jüdischer Studenten Maccabaea im B. J. C. Erwiderung. In seinem Semesterbericht in Nr. 1 des „Jüd. Studenten" macht unser lieber K. V. Strassburg gegen uns einen Angriff, den wir als unberechtigt zurückweisen müssen. Wir sagten in unserem Rundschreiben: Wir erziehen unsere Mitglieder bewusst zum Standpunkte der Satisfaktion." Nach den Bemerkungen, die Strassburg hierzu macht, muss es scheinen, als ob dies im Widerspruch stehe zu den Erklärungen unserer K. T. Delegierten über die Bedeutung des offiziellen Fechtens in der „Maccabaea." Es ist aber oft und nachdrücklich von unseren Delegierten auf dem letzten K. T. von der Bedeutung und der Wichtigkeit des Satisfaktionsstandpunktes für einen Berliner K. V. gesprochen worden. Damit haben wir das offizielle Fechten nicht nur vom Standpunkte der körperlichen Ausbildung und des gesellschaftlichen Zusammenschlusses der Bbr, Bbr. begründen, sondern auch als Erziehung zum Satisfaktionsprinzip empfehlen wollen. Dass wir, lediglich mit Rücksicht auf die ablehnende Haltung einiger K. V. K. V. die Bestimmung über die obligatorische Satisfaktion der Chargierten aufgehoben haben, kann doch wohl nicht dahin verstanden werden, dass wir das Satifaktionsprinzip als solches für die Maccabaer, für ihre Mitglieder und für ihre Fuxenerziehung als bedeutungslos erklären wollten. Wie die Mehrzahl der K. V. K. V. ihre Mitglieder zu Zionisten erzieht, dass dieses mit dem K. T. Programm in Widerspruch steht, ist ja von