Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 4 (1907-1908)
- Issue
- Heft 1 (April 1907)
- Date
- 1907-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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24 Der jüdische Student. meinsamen wissenschaftlichen Kommission beider Vereine abgenommen wurden, bestanden mit „Gut": Albert Straus, Arnold Hildesheimer, Erich Cohn, mit „Genügend": Rafael Straus, Max Fabian, Rudolf Jacobi, Manfred Zadik. Sie wurden auf, dem Schlusskonvent sämtlich in den B.C. aufgenommen. Bemerkt sei hier übrigens, dass sich bei dieser Gelegenheit die neue Fuxenprüfungsordnung der Berliner Vereine, die durch den K. T. auch den übrigen K. V. K. V. zur Annahme empfohlen ist, ausgezeichnet bewahrt hat. Auch die schriftliche Prüfung hatte ein günstiges Resultat. Nach Halle beurlaubt wurde Albert Straus, nach Freiburg überwiesen Erich Cohn. Ganz am Schlüsse des Semesters wurde in den A. C. aufgenommen Max Lichtenstein, der nach Freiburg überwiesen ist. Vom E. R. erhielt Herzberg zweimal einen „Verweis" wegen Beleidigung eines Bbr. Erich Cohn erhielt vom B.C. einen „schweren Verweis" wegen Disziplinlosigkeit. Auf Säbel s. 15' hängen Rosenblüth, Rosenfeld und Landau in einer Chargiertenpartie gegen Herrn stud. Lewy (Philia), der die Aeusserung getan hat: der V. J. St. gäbe keine Satisfaktion, dafür habe er jetzt seine Hausknechte, die Maccabäer. Ferienkommission: Landau, Hildesheimer, Fabian. Briefe sind zu richten an Leo Landau, Chausseestr. 80. I.A. Felix Rosenblüth X NW. 23, Klopstockstr. 25. Verein Jüdischer Studenten, Marburg a. L. Während der letzten Semester wurde es von allen V. J. St.ern, die an eine der kleineren mitteldeutschen Universitäten gehen wollten, als ein schwerer Mangel empfunden, dass hier kein V. J. St. bestand. Deshalb versuchten die K. V. K. V. Freiburg und München mehrfach, eine solche Gründung in die Wege zu leiten. Ihre Pläne wurden endlich im vergangenen Semester in die Tat umgesetzt. Am 24. X. 06 wurde ein Verein jüdischer Studenten an der Universität Marburg begründet. An der Gründung beteiligten sich cand. jur. Eugen Salomon (Berlin - München), cand. jur. Julius Dalberg (München), stud. med. Julius Leeser (Berlin-München), stud. med. Max Schaumberg (Freiburg), stud. med. Berthold Bachrach (München), stud. med. Leopold Schutz (Breslau) und stud. med. Sally Löb (Freiburg). Wir waren ausser Salomon und Dalberg, die beide Generaldispens hatten, alles jüngere Vereinssemester. Trotzdem gelang es uns, den Verein wenigstens einigermassen in ein günstiges Fahrwasser zu bringen. Besondere Schwierigkeiten bereitete uns der Rektor, der von uns eine Gefährdung des Friedens