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Der jüdische Student · 1907-04-01 · Heft 1 (April 1907) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
4 (1907-1908)
Issue
Heft 1 (April 1907)
Date
1907-04-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Der jüdische Student. 7 Ueber unser inneres Vereinsleben ist zu sagen: Wir zählten 42 Aktive und 19 Inaktive, 2 offizielle Verkehrsgäste: Dr. Schreyer und Dr. Weiss. Die Chargen waren zu Beginn des Semesters: Hof stein X, Ernst Wolf XX F. M. T. W., J. Wechselmann X X X, Masur K. W., F. DanzigerF. W.; da wir bei eventuellen Rencontres nicht in die leidige Lage wie der „Neo-Silesia" gegenüber gedrängt werden wollten, wählten wir Fechtchargierte: Danziger X, Wolf X X, Kolski XXX. Durch schwere Erkrankung Benno Hofstein's wurde eine Neubesetzung der I. Charge notwendig. Danziger wurde X. Fuchsenstunden gaben für die ersten Semester A. H. Dr. Biram; dann A. H. Dr. E. Cohn; für die zweiten Semester A. H. Dr. Kirschner; Unterricht in Tendenz und Vereinsgeschichte gab Bbr. E. WolfF; in Komment Bbr. Danziger. Die Burschen- und Fuchsenprüfungen wurden mit denen des V. J. St. „Maccabaea" gemeinsam vorgenommen von Kommissionen, die aus Mitgliedern beider Vereine bestanden. Es bestanden das Burschenexamen: B. Grzebinasch, Jules Levy, Wohlmuth, Rosenblüth II, G. Orkin und Schindler. Es bestanden das Examen nicht: Schindler, dem die bewilligte Nachprüfung gelang, und Wagener. Das Fuchsenexamen bestanden: A. Baer, Katz, Posner, Windmüller. A. H. Dr. Th. Zlocisü hielt einen für alle Aktiven offiziellen Kurs über ,,Die Entwickelung der deutschen Juden im 19. Jahrhundert". Vorträge hielten: Schutz; ,,Die jüd. Sprache"; Herlitz: ,,Die letzten 150 Jahre jüd. Geschichte"; A. H. Dr. Dobrczinski: ,,Die Rechtsstellung der Juden in Preussen4'; O. V. G. Dr. Schreier: ,,Das Problem des Pentateuch"; John Löwenthal: ,,Die angebliche Minderwertigkeit der Semiten"; Goldberg: ,,Die Friedensidee in der althebräischen Literatur". Ferner beteiligten wir uns an einem Vortragszyklus, zu dem die Montefiore-Loge uns freundlich eingeladen hatte. Auf unseren Konventen kam eine Reihe wichtiger Angelegenheiten zur Sprache: Die ,,Fechtfrage"; der Antrag, das Fechten, der es empfehlenden Resolution des K. T. gemäss, offiziell zu machen, wnrde — obwohl der Berliner Verein selbst den Antrag, das offizielle Fechten betreffend, auf dem K. T. eingebracht hatte — abgelehnt; bei erneuter Verhandlung auf den Antrittskonvent des S. S. vertagt. Eine ebenfalls auf dem K. T. zur Sprache gekommene Angelegenheit — und Stellung zum B. J. A. wurde in diesem Semester brennend — gestaltete sich aber zu einer durchaus internen Frage. Die V. J. A. fragte uns nach dem Grunde unserer Zustimmung zu dem das Vorgehen des V. J. St., Strassburg, billigenden K. T.-Beschlusse. Gleichzeitig wiederholte sie die Anfrage an das B. J. C.¬ Präsidium über die Gründe der einstimmig angenommenen B. J. C.¬ Resolution. Der X setzte sich mit unserem Bundespräsiden in Verbindung, und wir antworteten in gleichem Sinne. Als dann der

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