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Der jüdische Student · 1905-09-01 · Heft 3 (September 1905) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
2 (1905)
Issue
Heft 3 (September 1905)
Date
1905-09-01
Page
[Seite] (sequence 16)
Language
German
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80 -■-■-■- den die göttliche Macht sich für dies grosse Ereignis vorbehalten hätte, antwortete: „Es gebühret euch nicht, zu wissen Zeit oder Stunde, welche der Vater seiner Macht vorbehalten hat." — (Apostelgeschichte I, 5—7.) Es ist also wohl festgestellt, dass das Heilige Land eines Tages den Israeliten zurückgegeben werden wird, um sich dort als Nation zu rekonstituieren, und dass diese Nation nicht wieder von dort vertrieben werden wird, so lange die Erde besteht! — Wird dieser Tag nicht bald kommen? Ein allgemeiner Friede und ein Einverständnis unter allen Nationen sind natürlich notwendig, um die Rückkehr der Israeliten aus allen Teilen der Welt zu fördern, um sie zu sammeln in ihrem Lande. Wer weiss, ob nicht der Einfluss der Israeliten selbst, durch ihr Genie, ihre Feder und die Macht ihrer alles beherrschenden Finanzen, das Hauptwerkzeug sein wird, dessen Gott sich bedienen wird, um vorzubereiten die friedlichen Wege zu dem grossen Ereignis ihrer eigenen Wiederherstellung? In der Tat, ist es nicht bemerkenswert, dass die Israeliten anfangen, überall und in allen Beziehungen sich auszuzeichnen, und das mit einer Tendenz sichtlicher Ueberlegenheit, vor der alle Nationen sich zu beugen scheinen? Die Möglichkeit eines Weltfriedens, herbeigeführt durch die israelitische Intervention, ist umsomehr begründet, als die wahren Israeliten, allgemein gesprochen, Männer der Ordnung und des Friedens sind, sowohl aus Prinzip als aus Neigung. Unter den wahren Israeliten entfaltet sich nicht der Geist der Insubordination gegen die zeitliche Gewalt, der Geist des Sozialismus oder der Negation aller Autorität göttlicher Institution. Nein, die berühmte republikanische Devise von der Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit lebt ebenso wenig in ihren Sitten, wie sie in Uebereinstimmung steht mit ihren politischen Prinzipien der Ordnung und Gerechtigkeit. Ausser ihrer Verehrung für göttliche und zeitliche Autorität bemerkt man bei den Israeliten ein angeborenes Gefühl des Adels und der Grösse, genährt durch den Glauben an eine ruhmvolle Zukunft, den achtzehnhundert Jahre der Erniedrigungen und Enttäuschungen nicht haben vernichten können! Der lebendige Glaube, dass die göttlichen Verheissungen sich früher oder später an ihnen erfüllen würden, ist niemals im Grunde bei ihnen erschüttert worden; er überträgt sich im Gegenteil von Geschlecht

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