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Der jüdische Student · 1905-09-01 · Heft 3 (September 1905) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
2 (1905)
Issue
Heft 3 (September 1905)
Date
1905-09-01
Page
[Seite] (sequence 14)
Language
German
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78 -;-- unter den Nationen gebrandmarkt bleiben mit ihrem Namen „Juden" oder „Israeliten", ohne dass sie sich mit ihnen amalgamieren „wollen" und „können", und ohne dass sie ihren Ursprung zu leugnen oder vergessen zu machen vermögen. In unserer Hypothese ist diese Isolierung der Israeliten providentiell. Was aber auch immer die Gründe und Ursachen dieser dauernden gegenseitigen Abneigung zwischen den Völkern und den Israeliten sei, sie verdienen darum doch nicht weniger die Achtung und Zuneigung der Katholiken, erstens weil die heilige Familie Jesus-Maria-Joseph ihren Ursprung in dieser Nation hatte; und zweitens, weil der göttliche Messias das Haus Israel unserer brüderlichen Fürsorge besonders empfohlen hat, indem er zu seinen Jüngern sprach: „Gehet besonders hin zu den verlorenen Schafen aus dem Hause Israel!" Noch ein anderer Grund müsste unsere Liebe zu den Israeliten erwecken, oder müsste uns wenigstens abhalten, jemals einen von dieser Nation, wer es immer sei, wegen seiner Eigenart als Israelit zu verachten: das sind die besonderen Flüche und Vergeltungen, die sich an den Hass oder die Liebe knüpfen, die man ihn entgegenbringt. Denn Gott sprach durch Isak: Die dir fluchen, Israel, seien verflucht, und die dich segnen, gesegnet! Bedenkt, dass Gott nie seine Worte zurückgenommen, noch in irgend einer Weise eingeschränkt hat. Man wird vielleicht diesen Enthusiasmus für ein Volk sonderbar finden, dem gegenüber sich die Welt im allgemeinen seit achtzehn Jahrhunderten berechtigt glaubt, es zu schmähen und zu verdammen. Aber die Welt irrt sich. Hat Gott nicht zu Bileam gesprochen: „Hüte dich wohl und fluche nicht diesem Volke Israel, denn es ist gesegnet!"-- So sieht man: Gott ist grossmütig gegen die, so sein Volk lieben, wie er streng ist gegen die, so es unterdrücken, hassen oder schmähen. — —---------- IL Rückkehr und Wiederherstellung der Israeliten in Palästina. Wie unwahrscheinlich es auch in den Augen der meisten erscheinen mag, die Wiederherstellung der israelitischen Nation in Palästina ist uns durch feierliche und unwiderrufliche Versprechungen verbürgt. Es wird nicht uninteressant sein, einige beweisende Texte dafür zu lesen. Lest und urteilt! (Es folgen die Bibelstellen Genes. XII, i; XXII, 7; XIII, 14, 15, 17; XV, 18; XVII, 7, 8; XXVI, 3, 4; XXVIII, 13; XXXV, 12.)

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