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Der jüdische Student · 1905-09-01 · Heft 3 (September 1905) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
2 (1905)
Issue
Heft 3 (September 1905)
Date
1905-09-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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-,- 69 Das Interesse der Kritik. Die Kritik der Zeitschrift über dem Biertisch genügt uns freilich nicht. Aber für schriftlich formulierte Anregungen, Anfragen, Entgegnungen sind wir allezeit dankbar. Wir werden sie sogar abdrucken, wenn ein allgemeines Interesse vorliegt. Man suche nur immer den Konnex mit uns und spreche sich aus! Das wäre schon etwas. Das wichtigste aber ist das Interesse der Mitarbeit. Darüber Worte zu verlieren, erübrigt sich. Unsere Zeitschrift soll von nun an eine Tribüne sein, von welcher aus man agitiert und belehrt zugleich. An den V. J. St.'ern und unter ihnen vor allem an den Alten Herren liegt es, sie zu einer Tribüne zu machen, auf die man hört, und die ihre Hörer unter einer starken Idee zu einen versteht. Wir für unseren Teil nehmen uns vor, die Tribüne aufzubauen und so aufzubauen, dass nichts am Sprechen und am Hören hindert. Die Akustik soll gut werden. Und ihr, liebe Bundesbrüder?-----— Berlin, den i. September 1905. Die Redaktionskommission des Jüdischen Studenten. Der V. J. St. und die Theologen. Von Arthur Biram - Berlin. Die Frage darf wohl in diesen Blättern angeschnitten werden, wenn sie auch nur für Berlin besteht und auch da nur für die Angehörigen der „Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums". Die „Seminare" von Berlin und Breslau, die mit Jeschibaorganisation auch die Erziehungsideale und Wissensinteressen der Jeschiba vertreten, können für den V. J. St., der die Freiheit der Persönlichkeit fordert, ja auch nur in einzelnen selbständigen Individuen in Betracht kommen. Und dann ist ja die Lehranstalt, man mag oder mochte vielmehr — denn es gehört der Vergangenheit an — von nationalen Gesichtspunkten gegen sie einwenden, was man wollte — die einzige Anstalt, die ihrer ganzen Konstitution nach und durch ihre Lehrpersönlichkeiten moderne Theologen erziehen kann. Zum Problem ist die Frage bisher auch kaum geworden. Der V. J. St. nahm immer gern Theologen auf, denn es war vom

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