Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 2 (1905)
- Issue
- Heft 2 (Juni 1905)
- Date
- 1905-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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Christen) in Berlin und den Provinzen Schlesien und Posen, weitere 13,0 Prozent (gegenüber 8,8 Prozent bei den Christen) in Ost- und Westpreussen geboren sind, während von der gesamten jüdischen Bevölkerung Preussens wohnten: im Jahre 1880 im Jahre 1890 im Jahre 1900 in Berlin, Posen und Schlesien 44,8 46,1 44,7 in Ostpreussen und Westpreussen 12,3 9,7 8,2 Es ergibt sich hieraus, dass Berlin und die östlichen Provinzen erheblich mehr jüdische Studierende stellen als die westlichen Provinzen. So stammten aus den Provinzen Westfalen, Hessen-Nassau und Rheinland, deren jüdische Bevölkerung im Jahre 1880: 103820 Personen 28,5 Prozent der gesamten jüdischen Bevölkerung Preussens betrug, nur 13,0 Prozent aller im Sommerhalbjahr 1899 un^ Winterhalbjahr 1899-1900 studierenden Juden, d. h. die genannten drei Provinzen brachten nur etwa ein Drittel soviel Studierende hervor, als die Provinzen Posen und Schlesien, die bei einer jüdischen Bevölkerung (im Jahre 1880) von 109 291 Seelen (= 30 Prozent der gesamten jüdischen Bevölkerung) 38,9 Prozent aller jüdischen Studierenden stellten. e) Lebensalter der Studierenden und Studiendauer. Für das Winterhalbjahr 1886-87 und Sommerhalbjahr 1887 ist auch das Lebensalter und die Dauer der Studienzeit bei Juden und Christen ermittelt worden (Preuss. Statistik Bd. 102 S. 66 ff.). Das Ergebnis der Statistik in Bezug auf das Lebensalter bei Studierenden lässt sich in Kürze dahin zusammenfassen — wir halten uns im folgenden ganz an die Worte der amtlichen Statistik —, „dass die katholischen Studenten durchschnittlich das höchste, die jüdischen das niedrigste Lebensalter haben: Von je 100 studierenden Preussen jeden Bekenntnisses standen im Alter bis 22 Jahre 43,5 der Evangelischen, 37,9 der Katholiken und 56,6 der Juden. Wie eine weitere Vergleichung dieses Punktes mit dem Studienalter — der Dauer des Universitätsstudiums — ergibt, ist die bezeichnete Verschiedenheit der Alterszusammensetzung die Wirkung zweier Ursachen, nämlich einerseits des früheren Eintritts in die Universität bez. Abgangs von der Schule, andererseits der minderen Dauer des Aufenthalts auf der Universität bei denjenigen, welche als die durchschnittlich Jüngeren erschienen. Ob die grössere oder geringere Befähigung der Angehörigen der ver-