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Der jüdische Student · 1904-09-01 · Heft 3 (September 1904) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der jüdische Student
Volume
1 (1904) (Fortsetzung)
Issue
Heft 3 (September 1904)
Date
1904-09-01
Page
[Seite] (sequence 21)
Language
German
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als Stubenmaler 226 Männer 1 Frauen „ Zimmerer 210 „ — „ „ Uhrmacher 158 „ 1 . „ „. Goldschmiede, Juweliere 143 „ — „ „ Tabakarbeiter 342 „ 331 „ „ Tabakhändler 150 „ 12 „ „ Arbeiter und Händler im Nahrungsmittelgewerbe 1 322 „ 177 Ä 4) als Strassenhändler 464 „ 69 „ „ Handlungsgewerbe 609 „ 44 „ 5) Handlungsreisende 313 „ 16 „ „ Kaufmännische Angestellte 163 „ 25 „ „ Sonstige 113 „ 3 „ als Lehrer u. s. w. 219 „ 26 „ „ Dienstboten 16 „ 554 „ „ Friseure 519 „ 14 „ „ Sonstige Berufe 2 570 „ 729 In der sehr spezialisierten Bekleidungsindustrie sind also 14 662 Männer (d. h. 67,60 %) und 3 689 Frauen (65,36 %) beschäftigt; die meisten wiederum in der Schneiderei. Hier hat der jüdische Arbeiter infolge seiner Genügsamkeit, seiner Geschicklichkeit, seiner Fähigkeit, sich schnell die technischen Erfordernisse seines Gewerbes anzueignen und sich in veränderte Arbeitsformen hineinzufinden, den konservativen englischen, der den Uebergang von der Massindustrie zur Massenkonfektion nicht mitmachte, völlig verdrängt. Der Schneiderei wendet sich deshalb ein so grosser Prozentsatz der „Grünen" zu, weil bei der unglaublichen Arbeitsteilung auch der ganz Ungelernte eine Beschäftigung findet, für die seine Kenntnisse ausreichen, oder deren Erfordernisse schnell zu erlernen sind. Der jüdische Schneider, wie überhaupt der jüdische Arbeiter, hat das Bestreben, sich möglichst bald selbständig zu machen; das bekannte „Ausreissen nach oben". Es ist ihm sogar leicht gemacht, einen selbständigen Betrieb zu gründen: eine 4) Die Beobachtung der Speisegesetze hat die Existenz zahlreicher jüdischer Fleischer (in East End 1903: 186), Bäcker, Milchhändler u. s. w. ermöglicht.

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