Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 1 (1904) (Fortsetzung)
- Issue
- Heft 3 (September 1904)
- Date
- 1904-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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DER JUEDISCHE STUDENT JAHRGANG I No. 3 SEPTEMBER - HEFT Ist es schon Pflicht eines jeden Volkes, das Andenken all seiner Guten und Braven lebendig zu halten, zu ^welchem Grade der Heiligkeit erhebt sich dann diese Pflicht, wenn es das Andenken des Grössten im Volke gilt? — Am 3. Juli starb Theodor Herzl. Was er seinem Volke war, weiss jeder, der sein 'Volk liebt. Was er als Mensch war, bezeugen die Millionen Menschen, die um ihn geweint haben. Wir haben nur ein Urteil. Vor fast genau dreihundert Jahren hat es der Grösste aller Briten ausgesprochen: „Er war ein Mann, nehmt alles nur in allem, Wir werden nimmer seines Gleichen sehn!" Möge sein Andenken uns und unserer Zukunft ein ewiger Segen werden. Die Redaktion des Jüdischen Studenten. THEODOR HERZL In Theodor Herzl ist ein Mann dahingegangen, von jener Eigenart, die auch in prosaischen Zeiten unwiderstehlich die Herzen in Besitz nimmt. „Ein Mann von unendlich grossem politischen Blick und bewunderungswürdigen Fähigkeiten", so sagen in den zahllosen, Nachrufen seine Freunde, so sagen die Hunderttausende, denen! Theodor Herzl Hoffnung und neuen Lebensmut mit auf den harten Leidensweg gab. „Ein glänzender Stilist und guter Mensch", so sprechen die, welche vom Zionismus nichts wissen wollen und nur den Schriftsteller Herzl anerkennen. „Ein schöner und begeisternder Schwärmer," so wird er von