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Der jüdische Student · 1926-02-01 · Heft 1-2 (Februar 1926) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
23 (1926)
Issue
Heft 1-2 (Februar 1926)
Date
1926-02-01
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
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Stoff und Methode unseres Unterrichts 15 gen, sich während der ganzen Ausbildungszeit mit dem Stoff kontinuierlich zu beschäftigen. Wenn nun noch einiges über Burschenausbildung gesagt werden soll, so sollen im wesentlichen die zwei Tendenzen betont werden, die mir für die Burschenausbildung wesentlich erscheinen : 1. Die ständige gründliche Orientierung über alle zionistische Gegenwartsfragen und 2. der Versuch einer Hinwendung der einzelnen Bundesbrüder auf bestimmte Spezialgebiete. Die rein erziehungsmäßige Komponente dieser Ausbildungszeit wird darin bestehen, unsere Menschen dahin zu bringen, daß sie sich in bestimmten politischen Fragen entscheiden können. Die Voraussetzung für die ständige Orientierung ist eine sorgfältige Materialbeschaffung, hauptsächlich Presse-Übersichten, wobei es unbedingt nötig ist, daß man die hebräische Presse verfolgt. Es gibt in jedem Verbindungsort Bundesbrüder, die imstande sind, Referate über die hebräische Presse zu übernehmen. Neben dieser Beschäftigung mit den aktuellen politischen Fragen soll im Mittelpunkt der politischen Ausbildung der politische Kurs stehen. Zu diesem politischen Kurs soll jeder Bundesbruder beitragen und zwar aus seinem speziellen Wissensgebiet. Der Erzieher muß als wichtigstes pädagogisches Gebot den Einzelnen zur Beschränkung seiner Wissensgebiete zu brin gen versuchen. Es ist nicht unser Ziel, daß sich unsere Bundesbrüder über alles äußern können, sondern jeder muß ein spezielles Gebiet erwählen, auf dem er heimisch wird. In diesem politischen Kurs werden unter anderem folgende Themenkreise zu behandeln sein: 1. Volk, Staat und Nation, 2. Nationalitätenproblem. 3. Völkerbund. 4. Mandat. 5. Englische Politik. 6. Palästina und der vordere Orient. 7. Die arabische Bewegung. Ferner gehört in diesen Ausbildungskreis ein Kurs über Wirtschaftsfragen: 1. Palästinas wirtschaftliche Stellung im vorderen Orient. 2. Privatwirtschaftliche Möglichkeiten in Palästina. 3. Die Rolle der Arbeiterwirtschaft innerhalb der Gesamtwirtschaft in Palästina. Ich habe hier ein paar Themen herausgegriffen, die man beliebig erweitern kann. Entscheidend ist, daß man eine Reihe von Themen auf mindestens zwei Semester verteilt und wenn möglich sich gleich die Mitarbeiter sucht, die dann genügend Zeit haben, sich monatelang mit ihrem Stoff zu beschäftigen.

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