Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 13 (1916-1917)
- Issue
- 8. Kriegsheft (30.4.1916)
- Date
- 1916-04-30
- Page
- [Seite] (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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188 Der Jüdische Student vmr^X-^'- :BERICHTE . /j:DJe'y.J;St.-en werden ersucht, sofort nach Empfang rdieses;J: St."ihre neuen Berichte einzusenden. ^fc'J. V. Berlin. Nachdem der erste Teil des Semesters nicht besonders glücklich und zufriedenstellend verlaufen war, wurde der zweite Teil nach Weihnachten erheblich besser. Zuerst hatte das Semester unter der ganz außerordentlich geringen Beteiligung der A. H. und i. a. B. zu leiden gehabt. Es hat in Berlin, man sollte es nicht für möglich halten, einige A. H. gegeben, die während des ganzen Krieges in Berlin gewesen sind, ohne ein einziges Mal zu einer Korporationsveranstaltung zu erscheinen. Mit der Zeit gewöhnte man sich an diesen Zustand und es ging dann besser; speziell als wir unsere zweiten Semester burschen konnten, die dann tatkräftig mitarbeiteten. Es kam z. B. ein zufriedenstellender Burschenkurs über Lage und Geschichte der Ostjuden zustande; auch im übrigen haben wir es als eine unserer Hauptaufgaben .aufgefaßt, uns über Stellung zu allen Ostjudenfragen klar zu werden; dem diente auch eine Vortragsreihe von 3 Vorträgen von Bbr. Nachum Goldmann über hebräische und Jargonliteratur. Im übrigen ist hervorzuheben ein sehr instruktiver Vortrag von A. H. Dr. Hantke über die Lage im Zionismus' und ein Vortrag von A. H. Dr. Witkowsky über die „Jüdische Presse"; an letzteren schloß sich eine besonders lebhafte Debatte an. — Der Schlußkonvent erteilte dem C. C. einstimmig Decharge und wählte als Ferienkommission Harry Cohn X a- und# Breslauer, Hahnemann und Horodisch. Vorher hatte der Konvent die Stellungnahme der Aktiven zu der Resolution einiger Berliner A. H. gegen den Aufruf „Nach Palästina" von Bertold Cohn und Walter Preuß fixiert. März. . . , . Max Hirsch (X) X * * * ' V.J.St. Maccabaea, Königsberg. War uns bei Beginn des verflossenen Semesters von vornherein klar, daß sich mit der Corona von fast lauter Soldaten kein normaler Verbindungsbetrieb herstellen ließ, so bestätigte sich diese Erkenntnis im Verlaufe des Semesters insofern, als alle unsere Veranstaltungen sich eine gewisse Beschränkung gegenüber den Anforderungen gefallen lassen mußten, die wir im Frieden ah sie zu stellen gewohnt sind. Vor allem konnte die Ausbildung der Füxe nicht genügen, wenn auch nicht geleugnet werden soll, daß sie sichschließlich ganz nett in die Verbindung eingelebt haben, i ' Etwas besser stand es um die allgemeine wissenschaftliche Ausbildung. Es stiegen noch folgende Vorträge: Levinsöhn, Biblische Quellen zionistischer Weltanschauung. Fried mann, Das jüdische Lied. Stein, Bericht über die Zentralkomiteesitzung. Statt des geplanten vierten Vortrags beschäftigten wir uns in angeregtester Diskussion mit einigen interessanten Feldpostbriefen. Die geselligen Veranstaltungen, unter denen vor allem unsere Abend-' ibrote und Kaffees zu nennen sind, erfreuten sich eines verhältnismäßig