Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 13 (1916-1917)
- Issue
- 8. Kriegsheft (30.4.1916)
- Date
- 1916-04-30
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/3537599-3537613-3537614--3568-3538127- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
160 Der Jüdische Student wmmm$$^m Warschau Äj>Üi|jJ£ f-^ÄI^V^^W'i Die Eröffnung der Universität Warschau ^t|||^^ber*| raschendes Aufblühen des jüdisch*akademischen |Leb^ris^lo(^ •'•yr^J'%"- '^^i^-'1^ zur Folge gehabt Insgeheim bestand zur Zeit der^KUSSenherrschaft dort ein kleiner, etwa 12 bis 15 Mitglieder umfassender jüdischer Studenten-Verein, der im Sinne unserer Tendenz arbeitete. Nachdem unter der deutschen Herrschaft unpolitischen Studentenvereinen Freiheit gegeben worden ist, vergrößerte sich diese Organisation schnell auf etwa 150 Mitglieder, die sich jetzt in zwei Parallel-Korporationen gegliedert haben. Die Verbindung zionisticher Studenten Hasmonaea an „der Universität Warschau" hat uns offiziell ihre Konstituierung angezeigt. ^®m*p« Diese Vereine haben den Wunsch, sich innerlich undäußeik ' r-tf'.' lieh nach dem Vorbild der K. J. V.-Verbindungen zu ent^cfceln^; Bbr. Manfred Tuchler, der in Warschau in Gairriisoril; V-'#---*S}* steht, hat die Leitung der Arbeit übernommen und berichtet^aBj; sie gut vorwärts gehe. Wir hoffen, bald einen ausführlichen . Bericht von ihm über seine Tätigkeit und Erfolge bringen zy . können. * i Die Wichtigkeit der Arbeit in Warschau versteht sic^^cy^ selbst. Wir dürfen annehmen, daß der Frieden eine Gestaltung der Verhältnisse im Osten bringt, der uns die Arbeit dort ermöglicht. Damit hat eine Entscheidungsstunde im Leben des jüdischen Volkes geschlagen. Unsere Aufgabe ist es, dann auf dem Platze zu sein und Menschen und Mittelzu liefern, um die Entwicklung des Ostjudentums in die von uns gewünschten Bahnen zu lenken. Welche Erfolge wir ernten können, zeigt symptomatisch die rapide Entwicklung der Warschauer Vereins in der kurzen und beschränkten Freiheitsperiode, deren sie sich bisher erfreuen konnten. Die Menschen zu stellen wird \ zum großen Teil dem K.J.V. obliegen. Schon jetzt mag jeder in Erwägungen darüber emL treten, ob er — die geeignete Gestaltung der politischen V$p hältnisse vorausgesetzt — in der Lage wäre, sich in Pol£]| niederzulassen. |p Wer während des Krieges zu kürzerem oder längerem A|]^ enthalt nach Warschau gelangen kann, soll die Gelegenheit nipp versäumen. Es ist übrigens den deutschen Behörden erwüns#it|