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Der jüdische Student · 1912-04-22 · Heft 1 (22.4.1912) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
9 (1912-1913)
Issue
Heft 1 (22.4.1912)
Date
1912-04-22
Page
[Seite] (sequence 28)
Language
German
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Maccabaea. Für uns Berliner sind die Ferien keine Erholung- Sofort nach Semesterschluß setzte eine angestrengte Keilarbeit ein, die richtig organisiert und energisch durchgeführt wurde. Wir hatten regelmäßig wie im Semester wöchentliche Kneipen, Bierabende, Kaffees auf der Kneipe und Ausflüge. Trotz aller unserer Anstrengungen ist die Zahl der Aktivmeldungen sehr gering. Diese Mißerfolge liegen zum Teil daran, daß während des Semesters nicht vorgearbeitet worden ist, zum Teil daran, daß die meisten Berliner Abiturienten nach München, Frei bürg und Heidelberg gehen. Alle für uns in Betracht kommenden Keilfüxe sind gut vorgekeilt und zum größten Teil recht aussichtsreich. Hoffentlich nehmen sich die Kartellvereine mehr, als es bisher die Regel war, der Berliner Keilfüxe an, damit wir nicht vergebens gearbeitet haben. Daß Berliner Abiturienten meist schwerer zu keilen sind als die aus der Provinz, schon weil sie ihren bestimmten Freundeskreis aus Berlin mitbringen, darf nicht dazu verleiten, sie aufzugeben! Bei den augenblicklichen Verhältnissen ist ein Berliner ebenso wichtig wie zwei aus der Provinz. Wir müssen unsere Stellung in Berlin dem K Z. V. gegenüber dieses Mal unbedingt verbessern, weil sonst die Aussichten für die kommenden Semester immer schlechter werden. Es meldeten sich aktiv und wurden in den A. C. aufgenommen : iur. Gerhard Holdheim) med. Erich Rose } aus Berlin. Walter B a b > Holdheim geht nach Freiburg. Wir besuchten offiziell zwei Versammlungen der B.Z.V.: die Jahrhundertfeier der Judenemanzipation und das Meeting anläßlich der Sitzung des Großen A. C. in Berlin. Nachzutragen ist noch, daß auch die Maccabaea einen Wohnungsfonds begründet hat (vgl. den Bericht des V.J. St. Berlin im vorigen J. St.). Wir werden die Spenden am Schluß des Semesters ausweisen. 8. April Ludwig Davidsohn X a. i. Bonn. Aus dem Berichtsmonat ist zu erwähnen, daß die Rundschreiben an die Pedellen der höheren Lehranstalten Westfalens ein unerhofft günstiges Ergebnis brachten, indem von 41 Schulen 32 antworteten. Nur einmal (Iserlohn) verweigerte die Direktion die Antwort auf unsere Anfrage; im übrigen erhielten wir eine fast lückenlose Liste der Obersekundaner bis Oberprimaner von Westfalen. Leider muß festgestellt werden, daß mit wenigen Ausnahmen die Alten Herren, Inaktiven und

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